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  • 26. Februar 2018

    Umfrage: Energiepreise ziehen langfristig an

    In den kommenden fünf Jahren zeichnet sich bei fast allen Energieträgern eine Tendenz zu höheren Preisen ab, sowohl in Deutschland als auch weltweit.
    Während für Strom, Rohöl und Erdgas steigende Preise prognostiziert werden, werden allein für Kohle weitgehend stabile Preise erwartet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung von Energiemarktexperten in Deutschland, dem ZEW Energiemarktbarometer. Bei den weltweiten Rohöl- und Erdgaspreisen rechnet knapp mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer mit steigenden Preisen in den nächsten fünf Jahren, nur knapp 30 Prozent gehen von einer Stagnation aus. Im Vergleich zur Befragung vor einem halben Jahr erwarten zwar deutlich weniger Befragte steigende Preise, am mehrheitlich prognostizierten Preisanstieg ändert das aber nichts. Ein ähnlicher Trend zeichnet sich bei den Strompreisen in Deutschland ab: 72 Prozent der Befragten erwarten langfristig einen Anstieg, nur 13 Prozent eine Stagnation. Bei den weltweiten Kohlepreisen hingegen halten sich die Erwartungen mit Blick auf höhere sowie sinkende Preise mit je 32 Prozent und 24 Prozent die Waage. 44 Prozent der befragten Experten gehen von einer stabilen Preisentwicklung aus. Ein anderes Bild zeigt sich bei allen Energieträgern auf kurze Sicht: In den kommenden sechs Monaten rechnet die Mehrheit der befragten Experten/- innen mit stagnierenden Preise für Erdgas (65 Prozent) und Kohle (73 Prozent) sowie für Rohöl (56 Prozent) und Strom (51 Prozent).
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  • 25. Februar 2018

    Erdgasimporte im Dezember erneut teurer

    Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lagen die deutschen Erdgasimporte im Monat Dezember 2017 mit 456.983 Terajoule um 11,5 % über der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (409.833 Terajoule).
    Der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas lag im Dezember 2017 mit 5.032,15 Euro (dieses entspricht 1,81 Cent pro Kilowattstunde) um 2,0 % über dem Preis im November 2017 (4.935,64 Euro). Gegenüber Dezember 2016 (4.889,25 Euro) ist der Grenzübergangspreis pro Terajoule Erdgas um 2,9 % gestiegen. Im Jahr lagen die Erdgasimporte mit 4.778.136 Terajoule um 15,0 % über der entsprechenden Menge der Referenzperiode Januar bis Dezember 2016 (4.156.376 Terajoule). Der Wert der Erdgaszugänge im Jahr 2017 betrug 22,6 Milliarden Euro im Vergleich zu 17,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im betrachteten Zeitraum im Vergleich zur Referenzperiode um 10,6 % von 4.274,81 Euro auf 4.729,42 Euro pro Terajoule Erdgas gestiegen.
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  • 23. Februar 2018

    Gemeinschaftskraftwerk Kiel bleibt bis 2019 am Netz

    Das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) bleibt bis zum 31.
    März 2019 am Netz. Die hierfür notwendigen Verträge unterzeichneten heute Vertreter beider Gesellschafter, der Stadtwerke Kiel AG und der Uniper Kraftwerke GmbH. Zuvor hatte sich die Mehrheit der 97 des GKK grundsätzlich für einen um ein Jahr verlängerten Betrieb ausgesprochen. Die entsprechende Anpassung der individuellen Beschäftigungsverhältnisse am GKK ist Voraussetzung für die längere Laufzeit. Bisher sollte das Gemeinschaftskraftwerk zum 31. März 2018 stillgelegt und durch ein neues Gasmotorenheizkraftwerk der Stadtwerke Kiel ersetzt werden. Zum Ende des vergangenen Jahres hatte sich jedoch bei diesem Projekt eine zeitliche Verzögerung von einigen Monaten ergeben. Das neue Kraftwerk sollte ursprünglich ab der Heizperiode 2018/ 2019 die Strom- und Fernwärmeversorgung sichern. Der verlängerte Betrieb des GK Kiel erwies sich als sinnvollste Alternative. Das GKK hat eine Leistung von 323 Megawatt und wird mit Steinkohle befeuert.
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  • 23. Februar 2018

    Studie: Sicherheitslücken in vielen Kundenportalen

    Bei einer Untersuchung von Schutzmechanismen bei Kundenportalen von 240 deutschen Energieversorgern wurden etliche Sicherheitslücken bekannt.
    Wie das IT-Profimagazin iX schreibt, wurden Sicherheitsfeatures wie Captchas oder Verschlüsselung gar nicht eingesetzt oder aber veraltete beziehungsweise unsichere Verfahren genutzt. Ob Verträge mit dem örtlichen Stromanbieter, dem Wasserwerk, der Müllabfuhr oder einem Energieversorger: Nahezu alle öffentlichen Versorgungsunternehmen bieten Onlineportale für ihre Kunden an, damit diese selbstständig Stammdaten pflegen, Zählerstände eingeben und Rechnungen abrufen können. Sensible Daten sind im Interesse der Kunden nach Vorgabe des Datenschutzgesetzes zwingend zu schützen. Von den 240 untersuchten Energieversorger-Portale hatten 109 Informationslecks bei Fehlermeldungen. Dadurch kann ein Angreifer Rückschlüsse auf eines der beiden zur Authentifizierung erforderlichen Merkmale ziehen, was die Sicherheit des Freischaltungsverfahrens erheblich reduziert. Auch bei den Captchas gab es Mängel. Nur 39 Portale nutzten Captchas, von denen aber zwei falsch implementiert waren. Das legt nahe, dass 85 Prozent der Portale nicht gegen automatisierte Angriffe geschützt sind.
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  • 21. Februar 2018

    Enel und Enertrag investieren in 22 MW-Batterie in Brandenburg

    Die Schweizer Firma Leclanché hat eine Bestellung für ein Batterie-Energiespeicher-Projekt in Brandenburg erhalten.
    Zusammen mit dem italienischen Energieversorger Enel und dem Windenergieunternehmen ENERTAG wird eine Speicherstation in Cremzow für 17 Mio. Euro errichtet. Die Station wird mit Lithium-Ionen-Akkumulatoren von Leclanché ausgerüstet und soll eine Kapazität von 22 Megawatt haben. Die erste Einheit mit 2 Megawatt soll bereits im April 2018 fertiggestellt werden, die Gesamtanlage Ende des Jahres. Enel wickelt das Projekt über seine deutsche Tochter Enel Green Power (EPC) ab. Die Anlage in Cremzow befindet sich in Besitz einer Special Purpose Vehicle-Gesellschaft (SPV), an der EPC 90 Prozent und ENERTRAG die restlichen 10 Prozent hält. Leclanché ist als Projektabwickler mit Entwicklung, Beschaffungswesen und Bau betraut.
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  • 21. Februar 2018

    Simone Peter wird neue BEE-Präsidentin

    Dr.
    Simone Peter ist von der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt worden. Peter folgt damit ab dem 1. März 2018 auf Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde, der seit Oktober 2013 Präsident des Dachverbands der Erneuerbare Energien-Branche war und sein Amt aus persönlichen Gründen abgibt. Die Saarländerin war von 2013 bis 2018 Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen. Von 2012 bis 2013 gehörte sie dem Landtag des Saarlandes an. Als Ministerin für Umwelt, Energie und Verkehr war sie von 2009 bis 2012 mit der Umsetzung der Energiewende im Stahl- und Kohleland Saarland betraut. Seit Beginn ihrer Laufbahn engagiert sich Peter für den Ausbau der Erneuerbaren Energien: von 2001 bis 2004 zunächst im Dienste der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR) e.V., von 2004 bis 2009 als erste Geschäftsführerin und Projektmanagerin der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE).
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  • 21. Februar 2018

    Gas-Busse gewinnen Vergleichsuntersuchung

    Um durchschnittlich 63 Prozent könnten die Umweltemissionen der Busse des ÖPNV reduziert werden, wenn Gasbusse statt Diesel eingesetzt würden.
    Die Kosten des Busbetriebes würden sich durch die Umstellung nur unwesentlich erhöhen. Das ist das Ergebnis einer ökologischen und ökonomischen Vergleichsstudie des Instituts für angewandte Nutzfahrzeugforschung und Abgasanalystik (BELICON GmbH) an der Hochschule Landshut und der Beraterfirma PricewaterhouseCooopers (PwC) im Auftrag von Zukunft Erdgas. Auch gegenüber den strombasierten Antriebsalternativen (Batterie, Brennstoffzelle) konnten sich Gasbusse im Vergleich durchsetzen. Die Berechnungen wurden so aufgebaut, dass sie reale Emissionen (ermittelt durch so genannte PEMS-Messungen im Fahrbetrieb) und aktuelle Kosten (Total Cost of Ownership) möglichst praxisnah abbilden. Messungen im Realbetrieb stellen dabei die Grundlage dar: Sie wurden von Prof. Dr.-Ing. Ralph Pütz von Belicon – ein An-Institut für angewandte Nutzfahrzeugforschung und Abgasanalytik der Hochschule Landshut ermittelt. Eine Besonderheit: Auch die Umweltauswirkungen der Busherstellung und der Kraftstoff- bzw. Energiebereitstellung wurden in die nun vorliegende Untersuchung einbezogen. Im Ergebnis hat ein Gasbus, der mit nachhaltig erzeugtem Biomethan betrieben wird, das mit weitem Abstand beste Kosten-Nutzen-Verhältnis für Busse des ÖPNV. „Die Studie belegt eindrucksvoll, wie die Emissionen bei gleichzeitig hoher Kosteneffizienz reduziert werden können: Gasbusse mit Biomethan sind die beste Alternative zum Diesel“, kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft Erdgas. Auch im Vergleich zu anderen alternativen Antrieben konnte der Gasbus punkten. Während Elektrobusse und Brennstoffzellenhybrid-Busse im Umweltvergleich einschließlich Herstellung sogar schlechter abschnitten als der konventionelle Dieselbus, bringt ein mit Biomethan betriebener Gasbus deutliche Umweltvorteile: 25 Prozent weniger Stickoxide und 80 Prozent weniger CO2. Und auch bei den Kosten hat der Gasbus die Nase unter den Diesel-Alternativen vorn: Die Mehrkosten gegenüber dem Diesel sind mit knapp 4 Prozent unter Berücksichtigung der großen Umweltvorteile vernachlässigbar, während die Elektro-Antriebe mit 61 bis 156 Prozent Mehrkosten zu Buche schlagen. Kehler fasst zusammen: „Gas statt Diesel kostet kaum mehr, bringt aber viel für die Umwelt. Elektrobusse hingegen kosten viel, sind aber meistens reine Symbolik. Wer als Aufgabenträger wirklich ein Interesse an kosteneffizientem und wirksamem Klima- und Umweltschutz hat, setzt auf Gasbusse.“ Die jährlich verfügbare Menge Biomethan von 10 TWh würde ausreichen, um nahezu den gesamten deutschen ÖPNV-Busbestand versorgen zu können. Grundlage der Studie bildet eine Busflotte von modernen Standardbussen mit verschiedenen Antrieben: Diesel, Diesel-Hybrid, Erdgas/Biomethan, Brennstoffzellen-Hybrid sowie batterieelektrische Antriebe (Overnight-Charger & Opportunity Charger) sowie Trolley-Hybrid. Dabei wurde als Referenz die technische Leistungsfähigkeit von 20 Dieselbussen zugrunde gelegt.
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