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  • 7. September 2018

    Studie: E-Mobilität kann Verteilnetze vor Probleme stellen

    In der Sonderanalyse ist die Unternehmensberatung McKinsey & Company der Frage nachgegangen, wie gut das deutsche bestehende Energiesystem auf den zu erwartenden Boom der Elektromobilität vorbereitet ist.
    Die Antwort: Während die gesamte Stromnachfrage durch die Elektromobilität nicht fundamental steigt, kann die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen auf lokaler Ebene schnell zu großen Herausforderungen in einzelnen Verteilnetzen führen. Die Jahresspitzenlast in Deutschland steigt der McKinsey-Analyse zufolge durch den zusätzlichen Strom, den Elektromobile verbrauchen, bis 2030 selbst bei starkem Ausbau nur um wenige Prozentpunkte. Anders sieht es in den lokalen Verteilnetzen aus. Dort kann eine steigende Anzahl an Elektroautos zu massiven Engpässen führen. „Die unkoordinierte Lastwirkung von E-Autos wird sich erwartungsgemäß auf jene Abendstunden konzentrieren, in denen die lokale Verteilnetzzelle mit ihren beispielhaft angenommenen 150 angeschlossenen Haushalten heute ohnehin schon ihre Spitzenlast hat“, stellt Hauke Engel, Associate Partner bei McKinsey, fest. Schon ein Anteil von 25% E-Fahrzeugen mit typischem Strommix und Ladeleistungen zwischen 1,7 kW und 11 kW könnten zu einem Anstieg der Spitzenlast in der lokalen Verteilnetzzelle um 30% führen. Die typische Ladezeit betrage hierbei etwa fünf Stunden, abhängig vom Nutzerverhalten. Die Verwendung von Schnellladestationen (die allerdings in Privathaushalten nicht zu erwarten sind) würde diese lokale Spitzenlast weiter erhöhen, wenngleich sich durch die kürzeren Ladezeiten neue Optimierungs- und Koordinationsmöglichkeiten ergeben, weil eine volle Batterieladung nicht mehr die gesamte Nacht dauert. Hauke Engel: „In jedem Fall bleibt unter dem Strich eine nicht unerhebliche Mehrlast, die auch Photovoltaik-Anlagen in den sonnenärmeren Spitzenlaststunden am späten Nachmittag und frühen Abend nicht abfedern können.“ Viele Verteilnetzzellen seien auf diese Zusatzbelastung heute nicht vorbereitet und ein entsprechender Ausbau wäre aufwendig und teuer. Analysen ergeben einen höheren zweistelligen Milliardenbetrag in den kommenden fünf bis zehn Jahren. Eine Überlastung der Verteilnetze kann Engel zufolge durch Änderung des Ladeverhaltens (z.B. koordiniertes, sequenzielles Laden über die gesamte Nacht) reduziert oder sogar ganz vermieden werden. Zu erwarten sei dadurch eine Minderung der zusätzlichen Spitzenlast um den Faktor 5 bis 7. Noch fehlten für eine solche Koordination geeignete Markt- und Anreizmechanismen. Auch die Umstellung der Stromabrechnung in Haushalten von Arbeitspreisen (kWh) auf Leistungspreise (kW) sei bislang noch nicht weit fortgeschritten. Entsprechende Anpassungen könnten langfristig helfen, die Ladevorgänge von Elektroautos nicht nur zu bewältigen, sondern sie sogar positiv für das erneuerbare Stromsystem nutzbar machen und so dazu beitragen, auf stationäre Speicher an anderer Stelle zu verzichten. Der Stromverbrauch verändert sich der Analyse zufolge durch die Zunahme an Elektrofahrzeugen – anders als vielleicht erwartet – nur geringfügig. In nahezu allen Verbreitungsszenarien bleibt die zusätzliche Stromnachfrage im kommenden Jahrzehnt vernachlässigbar. Hauke Engel erläutert die Rechnung dazu: Eine Million Elektroautos haben einen Bedarf von 2 bis 3 TWh pro Jahr. Dies entspricht knapp 0,5% des gesamten deutschen Strombedarfs. Selbst ein Anteil von 40% E-Autos am deutschen Gesamtfuhrpark, der erst in Jahrzehnten erwartet wird, wird die Stromnachfrage nur um ca. 40 TWh oder weniger als 10% erhöhen. „In der Diskussion um die boomende Elektromobilität wird sich zu sehr auf das Thema Übertragung konzentriert, während der Aspekt Verteilung aber immer mehr an Bedeutung gewinnt“, stellt McKinsey-Seniorpartner Vahlenkamp fest. Sein Fazit: „Die Auswirkung der Elektromobilität auf das deutsche Energiesystem sind im Großen klein, aber im Kleinen groß. Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf.“
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  • 7. September 2018

    Stadtwerke Voerde gehen an den Start

    Die neu gegründeten Stadtwerke Voerde beginnen mit dem Vertrieb von Strom, Gas und Wasser.
    Gründer des Unternehmens sind die Wasserversorgung Voerde und Gelsenwasser, berichtet die NRZ. Die beiden Gesellschafter hatten im zweiten Halbjahr 2017 die Umfirmierung in Stadtwerke Voerde GmbH und die Aufnahme des Energievertriebs im Stadtgebiet beschlossen. Nun liegen alle erforderlichen Genehmigungen vor, weshalb der Energievertrieb über die Stadtwerke Voerde Ende September beginnen kann.
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  • 7. September 2018

    Sieben Kommunen gründen Rhein-Ahr-Energie-Netzgesellschaft

    Das Stromnetz in insgesamt sieben Kommunen im Landkreis Ahrweiler kommt wieder überwiegend in kommunale Hände.
    Die Gremien der betroffenen Kommunen haben zwischenzeitlich ihre Zustimmung erteilt, sodass zum 18. Juni die Rhein-Ahr-Energie-Netzgesellschaft gegründet wurde. Dies teilten die Energieversorgung Mittelrhein (evm) und die innogy SE in einer gemeinsamen Erklärung mit. Konkret geht es um die Städte Bad Breisig, Remagen und Sinzig sowie die Gemeinden Grafschaft, Gönnersdorf, Burgbrohl und Brohl-Lützing. Diese Kommunen hatten die Stromkonzessionen jeweils an die evm vergeben. Zuvor war innogy die Konzessionsnehmerin und damit Eigentümerin der Stromnetze in diesen Orten. Die evm hatte daraufhin die Rhein-Ahr-Energie gegründet, mit dem Ziel, auch den Kommunen unmittelbar eine Beteiligung zu ermöglichen. Nach längeren Verhandlungen zwischen der evm und innogy gibt es nunmehr eine Einigung, wie der Eigentumsübergang der Stromnetze einvernehmlich geregelt werden kann. Innogy hat bereits eine eigenständige Netzgesellschaft für die sieben Kommunen gegründet. Die evm-Tochter Rhein-Ahr-Energie beabsichtigt im nächsten Zug, 74,9 Prozent der Firmenanteile zu erwerben. Die evm bietet den Kommunen an, sich unmittelbar an der Rhein-Ahr-Energie zu beteiligen. Nach Abschluss der Transaktion sind die Kommunen, die evm und innogy als Partner in der Netzgesellschaft aktiv und entscheiden gemeinsam über die weitere Entwicklung der Stromnetze in den sieben Kommunen. Ende 2025 hat die Rhein-Ahr-Energie die Option, sämtliche Anteile an der Netzgesellschaft zu erwerben. Bis Ende 2025 wird der Netzbetrieb von Westnetz durchgeführt. Ab dem 1. Januar 2026 kann er auf die Energienetze Mittelrhein (enm) übergehen. Die enm ist die Netzgesellschaft in der evm-Gruppe und sorgt für den zuverlässigen Betrieb des Stromnetzes in 225 Kommunen und des Erdgasnetzes in 256 Kommunen im nördlichen Rheinland-Pfalz.
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  • 6. September 2018

    STEAG schließt Kraftwerk Lünen Ende 2018

    Die Geschäftsführung der STEAG GmbH hat beschlossen, die Kraftwerksblöcke 6 und 7 in Lünen bereits zum 31.
    Dezember dieses Jahres endgültig vom Netz zu nehmen. Vor wenigen Wochen hatte Übertragungsnetzbetreiber Amprion nach einer umfangreichen Untersuchung entschieden, dass die beiden Blöcke in Lünen nicht systemrelevant sind. Anfang März dieses Jahres hatte STEAG die endgültige Stilllegung von Lünen 6 und 7 bei der Bundesnetzagentur zum 2. März 2019 beantragt. Maßgeblicher Grund für diese Entscheidung war die fehlende wirtschaftliche Perspektive für das Steinkohlekraftwerk. Block 6 (157 Megawatt Leistung) produziert Bahnstrom. Der Liefervertrag mit der Deutschen Bahn läuft Ende Dezember endgültig aus. Block 7 (350 MW Leistung) konnte zwar über mehrere Jahrzehnte durch gezielte Nachrüstungen den Wirkungsgrad, die Flexibilität, die Automatisierung und den Umweltschutz auf hohem Niveau halten, er war aber wegen des politisch gewollten Vormarschs der erneuerbaren Energien zuletzt immer seltener am Netz.
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  • 6. September 2018

    Statkraft schließt Stromabnahmeverträge für 6 Windparks ab

    Das vereinbarte Vertragspaket zwischen Statkraft, dem Bürgerwindpark Bassum und fünf weiteren Bürgerwindparks in Niedersachsen umfasst 31 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 46 MW.
    Die einzelnen Verträge haben Laufzeiten von drei bis fünf Jahren. Damit können diese Windparks in Deutschland nach Auslaufen der EEG-Förderung langfristig weiterbetrieben werden. Der grüne Strom wird zukünftig für die Versorgung von Industrieunternehmen genutzt. Die vereinbarten Stromabnahmeverträge zwischen Deutschlands größtem Direktvermarkter und den Bürgerwindparks sind ein Novum in der deutschen Energiewirtschaft: Erstmals werden in Deutschland Windparks nach Auslaufen der EEG-Förderung langfristig weiterbetrieben und zukünftig für die Versorgung von Industrieunternehmen mit grünem Strom genutzt. Die Vereinbarung zeigt, dass der wirtschaftliche Betrieb von Windkraftanlagen nach 2020 möglich ist und der Rückbau von Bestandsanlagen verhindert werden kann. Ab dem 1. Januar 2021 läuft bei etwa 6.000 Windkraftanlagen in Deutschland die EEG-Förderung aus. Insgesamt entspricht dies einer installierten Leistung von 4.500 Megawatt, genug um den Strombedarf von etwa 2,1 Millionen Haushalten zu decken. Nach aktuellem Datenstand erhalten im Zeitraum 2021 bis 2026 etwa 14.000 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt rund 17.000 Megawatt keine EEG-Vergütung mehr. Das entspricht mehr als einem Drittel der derzeit installierten Onshore-Windleistung in Deutschland.
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  • 6. September 2018

    Fritz übernimmt kaufmännische Geschäftsführung in Homburg

    Wolfgang Ast, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Homburg, tritt zum Jahreswechsel in den Ruhestand.
    Nachfolger wird der bisherige Prokurist Jörg Fritz. Jörg Fritz absolvierte nach einer technischen Berufsausbildung ein Studium als Elektroingenieur und schloss ebenso ein Betriebswirtschaftsstudium ab. Er leitete nach beruflichen Stationen in der Industrie 5 Jahre den Vertrieb der Stadtwerke Bad Kreuznach. Seit Juli 2007 leitet er den Geschäftsbereich Vertrieb und Handel der Stadtwerke Homburg und trägt seit 2009 Verantwortung als Prokurist. In seiner neuen Funktion als Geschäftsführer wird er weiter den Vertrieb der Stadtwerke Homburg leiten. Dr. Frank Burau wird ab nächstem Jahr die Funktion als Sprecher der Geschäftsführung übernehmen.
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  • 5. September 2018

    Diana Rauhut wird Vertriebsvorstand der Mainova AG

    Der Aufsichtsrat der Mainova AG hat Diana Rauhut für fünf Jahre zum Vorstand des Energieversorgungsunternehmens bestellt.
    Die 42-Jährige wird zukünftig die Geschäftsbereiche Vertrieb Privat- und Gewerbekunden, IT und Kundenservice verantworten. Der genaue Zeitpunkt des Dienstantritts wird noch bekannt gegeben. Diana Rauhut studierte Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Energiewirtschaft am Energiewirtschaftlichen Institut (EWI) in Köln. Sie begann ihre berufliche Laufbahn im RWE Konzern als Business Development Managerin in Frankfurt am Main. Es folgten weitere Stationen in Energiehandel und Netzservices im Konzern sowie in der Zentrale der RWE AG unter anderem in den Bereichen Finanzen, Prozesse und IT. Zuletzt war sie bei der Innogy SE in einer leitenden Position im Geschäftskundenvertrieb und verantwortete hier Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Digitalisierung. Im Rahmen der konsequenten strategischen Weiterentwicklung des Konzerns hatte der Aufsichtsrat der Mainova eine Erweiterung der Vorstands von derzeit drei auf vier Mitglieder beschlossen, um den Herausforderungen der zunehmenden Transformation des Energieversorgungssystems sowie der Digitalisierung und der damit verbundenen Vielzahl an neuen Aufgaben zu begegnen. Der Vorstand der Mainova AG setzt sich somit künftig aus folgenden Mitgliedern zusammen: Dr. Constantin H. Alsheimer (Vorstandsvorsitzender), Norbert Breidenbach, Lothar Herbst und Diana Rauhut.
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