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  • 5. März 2019

    Weiteren Stromanbietern droht die Pleite

    Die Energie-Experten der Managementberatung Horváth + Partners rechnen mit weiteren Pleiten im Strommarkt.
    Die Entwicklung der vergangenen Monate wird sich voraussichtlich fortsetzen. In jüngster Zeit mussten etwa die Billiganbieter BEV und DEG Deutsche Energie Insolvenz anmelden. Ursache für die Pleiten sind vor allem die gestiegenen Großhandelspreise für Strom und Gas. Einige Anbieter waren darauf nicht vorbereitet, sondern gingen von stabilen oder fallenden Preisen für die Energiebeschaffung aus. Andreas Schwenzer, Energieexperte bei der Managementberatung Horváth + Partners, rechnet in diesem Jahr mit einer zweistelligen Anzahl von Firmenpleiten im Energiemarkt. Im Laufe des Jahres 2018 sind die Börsenpreise für Strom massiv angestiegen. Da die meisten Stromlieferanten mit ihren Kunden für die Vertragslaufzeit Festpreise vereinbaren, können sie die gestiegenen Beschaffungskosten nicht weitergeben. Solange die Preise stabil blieben, konnten Anbieter von den niedrigen Beschaffungskosten profitieren. Da viele Firmen Strom und Gas nicht im Voraus kaufen, wurden die steigenden Energiepreise für sie zum Problem. Drehen sie an der Preisschraube, verlieren sie Kunden. Schließlich haben Verbraucher in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht. „Es gibt immer mehr wechselwillige Verbraucher“, sagt Schwenzer. „Sie nutzen das System aus und wechseln jedes Jahr in einen neuen günstigen Tarif.“ Für die sogenannten Energie-Discounter, die mit besonders günstigen Tarifen für das erste Jahr und Wechselboni am Markt auftreten, kann das ruinös werden. Schließlich bauen sie darauf, dass viele Kunden schlicht vergessen zu kündigen oder zu träge sind zu wechseln und dann im Folgejahr höhere Preise zahlen. Dieses Kalkül geht nicht mehr auf. Bei den Neukunden-Tarifen zahlen die Anbieter häufig aber drauf. „Das Geschäftsmodell der Billiganbieter funktioniert nicht mehr“, sagt Schwenzer. Von der jüngsten Pleite der BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft aus München Ende Januar waren rund 500.000 Kunden betroffen. Die Insolvenz der DEG Deutsche Energie mit Sitz in Baden-Württemberg Ende 2018 traf unter anderem auch Großkunden wie den Deutschen Bundestag, das Land Brandenburg und die Elbphilharmonie. Im Laufe des vergangenen Jahres mussten zudem die Deutsche Erdgas Versorgungs-GmbH, die Energieagenten Versorgungs GmbH und e:veen Energie abgewickelt werden. Energieexperte Schwenzer sieht in den aktuellen Pleiten ein „reinigendes Gewitter“. Noch ist es nicht abgezogen: „In diesem Jahr dürfte es weitere Unternehmen in einer etwa zweistelligen Größenordnung treffen. Bis Ende des Jahres dürfte die Pleitewelle dann abebben.“ Die Unternehmen hätten verstanden, dass sie Strom nicht zu lange im Voraus zum Festpreis günstig verkaufen dürfen, ohne sich bei der Beschaffung abzusichern. „Seriöse Anbieter wirtschaften vernünftiger. Die Firmen, die dieses Jahr durchstehen, dürften solide aufgestellt sein“, sagt Schwenzer.
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  • 4. März 2019

    Berlin Energie gewinnt auch Stromnetz-Konzession

    Berlin Energie hat das Vergabeverfahren um die Berliner Stromkonzession gegen Alt-Konzessionär Vattenfall gewonnen.
    Das berichtet der Tagesspiegel. Es wird mit einem juristischen Nachspiel gerechnet. Bei der Vergabe der Gaskonzession war der Altkonzessionär Gasag der landeseigenen Berlin Energie unterlegen. Auch hier befassen sich die zuständigen Gerichte mit der Entscheidung des Landes. Am 4. April steht hier eine mündliche Verhandlung vor dem Kammergericht an. Der Landesbetrieb Berlin Energie war zur Rekommunalisierung der Energienetze gegründet worden. Gas-, Strom- und Fernwärmenetze sollen zurück in öffentliche Hände, nachdem sie vor knapp 20 Jahren privatisiert worden waren.
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  • 1. März 2019

    Studie: 5-D-Themen sind für Erfolg wegweisend

    Die 5-D-Themen Dekarbonisierung, Dezentralisierung, Digitalisierung, Demografie und Diversifizierung sind für den Unternehmenserfolg von Stadtwerken und Energieversorgern wegweisend.
    Um herauszufinden, wie deren Entscheidungsträger mit diesen maßgeblichen makro- und mikroökonomischen Entwicklungen und Mega-Trends der Energiebranche umgehen, hat Rödl + Partner mehr als 50 Unternehmen aus der Energiewirtschaft befragt und die Ergebnisse der Umfrage in einer Studie zusammengefasst. Klimaschutzziele haben bereits jetzt einen erheblichen Einfluss auf die unternehmensstrategischen Entscheidungen von Energieversorgern. Die Bereitschaft zum Ausbau der Erneuerbaren Energien wächst. Vor allem im Bereich der Wärmeversorgung besteht mit Blick auf die Dekarbonisierung erhebliches Potenzial. Und obgleich die Unternehmen parallel an der digitalen Transformation teilnehmen müssen, verfügt die Mehrzahl der Unternehmen über kein Umsetzungskonzept zur Digitalisierung ihrer Wertschöpfungsstufen bzw. ihres Unternehmens. Viele Mitarbeiter scheiden zudem in den nächsten zehn Jahren aus den Unternehmen aus. Das macht eine Überprüfung der erforderlichen Wissenstransfers – auch vor dem Hintergrund von Substitutionseffekten der Digitalisierung – erforderlich. Der Wettbewerb um die geeigneten Fachkräfte wird künftig zunehmen, auch wenn der Fachkräftemangel bei den Energieversorgern noch nicht überall angekommen ist. Im Zuge der Diversifizierung der Geschäftsmodelle wird den Themen Smart City, Speichertechnologien/Regelenergie, ganzheitliche Quartiersentwicklung sowie Breitband/Telekommunikation eine hohe Bedeutung beigemessen. Darüber hinaus haben die Energieversorger großes Interesse daran, verstärkt Dienstleistungen für ihren meist kommunalen Gesellschafter zu erbringen.
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  • 1. März 2019

    Netze BW ersetzt 2.000 km Freileitungen durch Erdkabel

    2.000 Kilometer Freileitungen in Baden-Württemberg, und damit deutlich mehr als bisher geplant, sollen in den nächsten zehn Jahren durch neue, leistungsfähigere Erdkabel ersetzt werden.
    Dafür plant die EnBW-Tochter Netze BW zusätzliche Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro. Allein in diesem Jahr werden dadurch mehr als doppelt so viele Leitungskilometer im Boden verschwinden als ursprünglich geplant. Im Fokus steht dabei die mittlere Spannungsebene mit 10.000 oder 20.000 Volt. Regionale Schwerpunkte des Investitionsprogramms sind der Raum Oberschwaben/Allgäu, der Enzkreis, die Region Heuberg sowie die Albhochfläche.
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  • 28. Februar 2019

    RWE schließt Strombezugsvertrag mit belgischem Offshore-Windpark

    RWE Supply + Trading GmbH bezieht künftig die gesamte Stromerzeugung des Windparks Northwester 2.
    Der Windpark liegt vor der Küste von Zeebrügge und wird von der belgischen Gesellschaft Parkwind entwickelt. RWE und Parkwind haben einen langfristigen Strombezugsvertrag unterzeichnet. RWE beabsichtigt, diesen Strom aus Erneuerbaren Energien sowie die dazugehörigen Ursprungsgarantien an ihre großen industriellen und kommunalen Kunden zu verkaufen. Der Windpark Northwester 2 wird 23 Windräder mit einer Gesamtkapazität von rund 219 Megawatt umfassen. Sie werden durchschnittlich 800 Gigawattstunden grünen Strom pro Jahr erzeugen. Die ersten Windräder sollen Ende diesen Jahres in Betrieb genommen werden. Die Inbetriebnahme des gesamten Windparks Northwester 2 ist für Anfang 2020 vorgesehen.
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  • 27. Februar 2019

    KfW finanziert 32.500 Batteriespeichersysteme

    Der Markt für dezentrale Solarstromspeicher in Verbindung mit PV-Anlagen hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland erfolgreich etabliert.
    Einen wesentlichen Beitrag hierzu hat das im Mai 2013 begonnene und Ende 2018 planmäßig beendete Marktanreizprogramm der KfW „Erneuerbare Energien Speicher“ geleistet. Während der Laufzeit des Programms hat die KfW insgesamt rund 32.500 kleine Photovoltaik-Batteriespeichersysteme mit Krediten und Tilgungszuschüssen aus dem Etat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Das insgesamt ausgereichte Kreditvolumen liegt bei 534 Mio. Euro. Das ausgelöste Investitionsvolumen betrug rund 700 Mio. Euro. Die Ziele des Förderprogramms waren, Photovoltaik-Anlagen in das deutsche Stromsystem zu integrieren, die Technologie stationären Batteriespeichersysteme voranzutreiben, den Markt hierfür zu entwickeln, die Kosten der Systeme zu senken sowie technische Standards zu etablieren. Eine Auswertung der RWTH Aachen aus dem Jahr 2018 zeigt, dass der Markt in den ersten Jahren der KfW-Förderung noch durch das entsprechende Förderprogramm getragen wurde, sich aber in den letzten beiden Jahren von der Förderung zunehmend emanzipiert hat und sich heute selbst trägt. Im Zuge dieser Entwicklung sind die Preise für PV-Speichersystem seit dem Jahr 2013 deutlich gefallen.
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  • 26. Februar 2019

    Bundeskartellamt erlaubt Beteiligung von RWE an E.ON

    Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben der RWE AG freigegeben, eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 16,67 Prozent an der E.ON SE zu erwerben.
    Das Vorhaben ist Teil des geplanten umfassenden Tauschs von Geschäftsaktivitäten zwischen den beiden Unternehmen. Die Entscheidung des Bundeskartellamtes erfolgt zeitgleich mit der Freigabe der EU-Kommission hinsichtlich des Erwerbs weiterer E.ON-Vermögenswerte durch RWE. Die Prüfung des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an der Innogy SE durch E.ON durch die EU-Kommission dauert noch an. Der vom Bundeskartellamt zu prüfende Teil des Gesamtvorhabens betrifft im Schwerpunkt den Markt für die Erzeugung und den Erstabsatz von Strom, z. B. an Großhändler, Weiterverteiler und Großverbraucher, nicht aber den Stromvertrieb an Endverbraucher. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Wir haben die Auswirkungen der Beteiligung von RWE an E.ON in Höhe von 16,67 Prozent in Kooperation mit der EU-Kommission gründlich geprüft. Es entstehen keine wettbewerblichen Probleme bei der Stromerzeugung und dem Erstabsatz von Strom. RWE ist zwar der mit Abstand führende Anbieter bei der konventionellen Stromerzeugung in Deutschland. Durch diesen Teil der Transaktion verändert sich die Marktposition von RWE jedoch nur minimal.“ Bei der Beurteilung der Auswirkungen des Anteilserwerbs war zum Einen zu berücksichtigen, dass RWE von E.ON im Zuge der Gesamttransaktion konventionelle und nach dem EEG geförderte Erzeugungskapazitäten erwirbt. Bei den erworbenen konventionellen Kapazitäten handelt es sich allerdings um Anteile an und Rechte für den Strombezug aus Atomkraftwerken, die spätestens bis Ende 2022 abgeschaltet werden. Zum Zweiten war zu berücksichtigen, dass RWE konventionelle sowie nach dem EEG geförderte Erzeugungskapazitäten an E.ON abgibt. Dies geschieht im Zuge der Veräußerung der Mehrheitsbeteiligung an Innogy an E.ON. Dieser Teil des Vorhabens wird derzeit noch von der EU-Kommission überprüft. Der hier lediglich zu beurteilende Erwerb der Minderheitsbeteiligung an E.ON durch RWE würde selbst bei voller Zurechnung sämtlicher Erzeugungskapazitäten von E.ON rechnerisch nur zu einem geringfügigen Kapazitätszuwachs bei RWE führen. Mit Abschluss des Atomausstiegs Ende 2022 und damit innerhalb des Prognosezeitraums würde am Ende dauerhaft nur ein minimaler Zuwachs von deutlich weniger als einem Prozent der konventionellen Erzeugungskapazität in Deutschland verbleiben.
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