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  • 15. März 2019

    LichtBlick entlarvt Stromkennzeichnungspflicht als irreführend

    Die Hamburger LichtBlick hat den Strommix von insgesamt 1.171 Stromanbietern untersucht.
    Die Daten wurden bis Mitte Februar 2019 auf den Versorger-Websites abgerufen. Rund 20 Prozent kamen ihrer Pflicht nicht nach und haben keine aktuelle Stromkennzeichnung auf ihrer Internetseite veröffentlicht, 7 Prozent waren fehlerhaft. Wie bereits die Recherche 2018 unter den 50 größten Anbietern gezeigt hat, beschaffen die meisten Energieanbieter deutlich mehr Kohlestrom, als in der gesetzlichen Stromkennzeichnung angegeben wird, so Lichtblick. „Die vom Gesetz her vorgeschriebene Darstellung zeigt leider nicht den tatsächlichen beschafften Strom der Unternehmen“, so Vorstand Gero Lücking. Grund dafür ist ein – aus Verbrauchersicht – komplizierter Mechanismus: Jeder Versorger muss in seinem individuellen Strommix den Anteil von EEG-gefördertem Ökostrom mit angeben. Dieser stieg 2017 für viele Versorger sogar erstmalig über die 50 Prozent Marke. Der Versorger kauft diesen Strom aber tatsächlich gar nicht für seine Kunden ein. „Dem Kunden soll vermittelt werden, welchen Anteil er durch die Zahlung der EEG-Umlage am Ausbau der Erneuerbaren hat “, sagt Lücking. „Die jetzige Regelung suggeriert aber, dass der Versorger einen hohen Anteil an Ökostrom einkauft und liefert“. Daher hat LichtBlick den jeweiligen Strommix aller deutschen Stromversorger ohne den virtuellen und rein finanziellen EEG-Anteil ausgerechnet. „Nur so wird der Strommix – also der tatsächliche Stromeinkauf des jeweiligen Anbieters – transparent.“ Die virtuelle Anrechnung des klimafreundlichen EEG-Stroms verbessert auch die CO2-Bilanz der Stromtarife – allerdings nur auf dem Papier. 30 Prozent der gelisteten Versorger haben in ihrem Unternehmensmix weniger als 5 Prozent Anteil an erneuerbaren Energien. Noch-RWE-Tochter Innogy weist zum Beispiel in der Unternehmens-Stromkennzeichnung einen Ökostromanteil von insgesamt 46,6 Prozent an. Tatsächlich hat der Versorger nach den Berechnungen von Lichtblick nur 2,91 Prozent Ökostrom für die Kunden beschafft. Der Anteil an fossiler und Atom-Energie beträgt hingegen offiziell nur 53 Prozent, liegt aber faktisch bei 97 Prozent. Bei weiteren, großen Anbietern ist die Situation ähnlich: EnBW hat einen Ökostromanteil von nur 7,01 Prozent (statt wie angegeben 56,2%), bei Eon sind es 8,45 Prozent (statt 55,6%), bei E wie einfach 17,6 Prozent (statt 61,2%). Besonders dreist ist der gesetzlich verordnete Etikettenschwindel bei knapp 40 Anbietern in Deutschland: Sie weisen den EEG-Anteil in ihrem Strommix aus, haben aber gar keinen eigenen Ökostrom in ihrem Portfolio, sondern ausschließlich fossile oder Atom-Energie. Auf der anderen Seite sind mittlerweile rund 19 Prozent der gecheckten Unternehmen reine Ökostromanbieter. LichtBlick fordert weiterhin von der Bundesregierung, sich für eine transparente und ehrliche Stromkennzeichnung einzusetzen. Künftig sollen die Versorger nur die Energiemengen ausweisen dürfen, die sie auch tatsächlich für ihre Kunden beschaffen.
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  • 15. März 2019

    Vattenfall versorgt 113 Berliner Wohnungen mit Abwasserwärme

    Im Berliner Stadtteil Biesdorf hat die Vattenfall Tochter Energy Solutions in der neu entstandenen Wohnanlage „Grüne Aue" eine Abwasserwärmepumpe in Betrieb genommen.
    Sie ist Teil einer dezentralen Wärmeversorgungsanlage für das Wohngebiet und trägt zur Versorgung von 113 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von rund 11.400 Quadratmetern bei. Für die Wärmeversorgung des Quartiers „Grüne Aue“ sorgen insgesamt drei Erzeugungsanlagen: In der Heizzentrale kommen neben der Abwasserwärmepumpe ein Blockheizkraftwerk (BHKW) und ein Brennwertkessel zum Einsatz. Der jährliche Wärmebedarf beträgt 740 Megawattstunden. Die Wärmepumpe zeichnet sich durch einen ganzjährig hohen Ausnutzungsgrad der zum Betrieb der Anlage eingesetzten Energie aus und deckt voraussichtlich gut 20 Prozent des Wärmebedarfs der Bewohner. Die Umweltenergie für die Wärmepumpen kommt von Überträgerplatten in einem Schmutzwasserkanal der Berliner Wasserbetriebe. Hier sind 48 Module mit einer Gesamtlänge von 60 Metern und einer Entzugsleistung von 80 kW installiert. Die Anlage in der „Grünen Aue“ ist bereits die elfte, die Wärme aus dem Berliner Abwassernetz gewinnt, weitere mit zum Teil immensen Entzugsleistungen seien in Planung. Die Wärme wird über ein Nahwärmenetz mit einer Trassenlänge von einem Kilometer verteilt. Ergänzt wird die ungewöhnliche Anlagenkombination durch fernauslesbare Wärmemengenzähler, die eine vollautomatisierte Ablesung ermöglichen.
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  • 13. März 2019

    E.ON gewinnt 100.000 neue Endkunden in Deutschland

    Das bereinigte EBIT des Geschäftsjahres 2018 lag bei E.ON mit rund 3,0 Milliarden Euro nur leicht unter dem des Vorjahres (3,1 Milliarden Euro).
    Der bereinigte Konzernüberschuss lag mit 1,5 Milliarden Euro aufgrund geringerer Zins-und Steuerbelastung um rund 100 Millionen Euro über dem des Vorjahres (1,4 Milliarden Euro). Für das Jahr 2019 erwartet E.ON ein bereinigtes EBIT zwischen 2,9 und 3,1 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss zwischen 1,4 und 1,6 Milliarden Euro. „Bis 2020 erwarten wir für das heutige Geschäft ein jährliches Wachstum des EBIT von durchschnittlich 3 bis 4 Prozent und des Ergebnisses je Aktie um durchschnittlich 5 bis 10 Prozent“, sagte Finanzvorstand Spieker. Im Geschäftsfeld Energienetze lag das Ergebnis mit 1,8 Milliarden Euro wie bereits prognostiziert um 190 Millionen Euro oder neun Prozent leicht unter dem des Vorjahres (2,0 Milliarden Euro). Bei den Kundenlösungen lag das bereinigte EBIT mit 413 Millionen Euro um 66 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Ursachen waren die besonders in Großbritannien herausfordernden Marktbedingungen, witterungsbedingt gesunkene Absatzmengen im Strombereich, regulatorische Effekte sowie gestiegene Restrukturierungsaufwendungen. In Deutschland lag das bereinigte EBIT vor allem aufgrund einer erwarteten Normalisierung der Bruttomarge im Strom- und Gasvertriebsgeschäft deutlich über dem Vorjahreswert. E.ON konnte in fast allen Märkten die Kundenbasis trotz unvermindert harten Wettbewerbsdrucks stabil halten oder vergrößern. Im Endkundengeschäft konnten in Deutschland sogar unter dem Strich deutlich über 100.000 Kunden hinzugewonnen werden. Im Geschäftsfeld Erneuerbare Energien stieg das bereinigte EBIT um 67 Millionen Euro auf 521 Millionen Euro. Grund hierfür waren insbesondere die gestiegene Erzeugung infolge der erstmals ganzjährigen Einbeziehung von Windparks in den USA sowie der Inbetriebnahme eines neuen Offshore-Windparks in Großbritannien.
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  • 13. März 2019

    Stadtwerke Energie Verbund verkauft "Kleiner Racker" an Lekker Energie

    Der Stadtwerke Energie Verbund (SEV) verkauft "Kleiner Racker" an Lekker Energie in Berlin.
    Grund ist die Insolvenz des Heidelberger Dienstleisters bpd business process + decision GmbH. Das Unternehmen hat kaum eigenes Personal und konnte die Lücke nicht aus eigener Kraft schließen. Die Marke "Kleiner Racker" will Lekker nicht fortführen. Hinter dem Mitte 2010 gegründeten Unternehmen stehen sieben Stadtwerke aus Nordrhein-Westfalen. Der neue Eigentümer Lekker Energie ist eine Tochter der Stadtwerke Krefeld. Versorgt werden 12.000 Kunden, davon überwiegend mit Strom. Verluste gab es für die Stadtwerke des SEV-Verbundes aus Emmerich, Hamm, Ahlen, Fröndenberg, Haltern am See, Herten und Wickede sowie der GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen nicht. "Das Geld, das wir reingesteckt haben, wurde zurückverdient", lässt ich Bernd Heitmann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung im Hellweger Anzeiger zitieren.
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  • 11. März 2019

    Lidl baut 400 Ladesäulen für Kunden

    Lidl investiert in den flächendeckenden Ausbau von Elektromobilität:
    Innerhalb eines Jahres sollen rund 400 Lidl-Filialen mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge ausgestattet werden, an denen die Kunden Strom aus erneuerbaren Energien tanken können. Dadurch wird Lidl zum Betreiber des größten E-Ladenetzes im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Derzeit stehen Kunden an Lidl-Filialen und Mitarbeitern in Lidl-Logistikzentren rund 30 Ladesäulen für Elektrofahrzeuge zur Verfügung, etwa 20 weitere Säulen werden aktuell an Filialen in ganz Deutschland installiert. Die Geschwindigkeit des Ausbaus wird Lidl deutlich erhöhen: Ab sofort werden Neubauten obligatorisch mit einer E-Ladesäule ausgestattet und auch im Zuge einer Modernisierung erhalten Filialen eine Stromtankstelle. Langfristig werden möglichst viele Standorte mit mindestens zwei Ladepunkten ausgestattet. Darüber hinaus wird Lidl ab sofort an zusätzlichen Filialen in Autobahnnähe sowie in ländlichen Regionen weitere Ladestationen errichten. Auf diese Weise wird die maximale Entfernung zwischen zwei Lidl-Ladesäulen deutlich verringert. Mit diesem Schritt erreichen Lidl, dass die maximale Fahrtstrecke zwischen zwei Lidl-Ladesäulen 50 Kilometer beträgt. Durchschnittlich werden es sogar unter 20 Kilometer sein. Beim Ausbau der elektrischen Ladeinfrastruktur setzt Lidl auf einen intelligenten Mix aus AC- und DC-Ladepunkten verschiedener Leistungsklassen bis 50 Kilowatt – in Autobahnnähe kommen leistungsstarke DC-Anlagen zum Einsatz. Je nach Standort und Fahrzeugtyp können die Nutzer von E-Fahrzeugen beispielweise während eines dreißigminütigen Einkaufes in der angrenzenden Lidl-Filiale die Reichweite ihres Fahrzeugs um bis zu 200 Kilometer steigern. Der Strom, der an den Lidl-E-Ladesäulen getankt werden kann, stammt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.
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  • 6. März 2019

    3,4 Prozent der Verbraucher wählen nachhaltige Ökostromtarife

    Beim Wechsel des Stromanbieters haben sich 3,4 Prozent der Verbraucher für nachhaltige Ökostromtarife entschieden.
    Der Großteil der Stromkunden, die 2018 über das Vergleichsportal CHECK24 einen Vertrag bei einem neuen Anbieter abschlossen, wählten Basis-Ökostromtarife oder konventionell erzeugten Strom. „Da es sich bei den günstigsten Tarifen der Alternativanbieter oft um Basis-Ökostrom oder konventionell erzeugten Strom handelt, entscheiden sich viele Verbraucher für diese Angebote“, sagt Dr. Oliver Bohr, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. Als nachhaltig werden Stromtarife bezeichnet, deren Anbieter nachweisen, dass sie in signifikantem Umfang die lokale Ökostromproduktion fördern und damit den Anteil an konventionell erzeugtem Strom auf dem Markt verringern. Das gilt z. B. für Tarife mit dem „ok-power-Siegel“ oder dem „Grüner Strom-Label“. Anbieter von Basis-Ökostromtarifen dagegen kaufen ihren Strom aus bereits bestehenden Anlagen im Ausland, ohne maßgeblich in den Neubau sauberer Kraftwerke zu investieren.
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  • 5. März 2019

    Weiteren Stromanbietern droht die Pleite

    Die Energie-Experten der Managementberatung Horváth + Partners rechnen mit weiteren Pleiten im Strommarkt.
    Die Entwicklung der vergangenen Monate wird sich voraussichtlich fortsetzen. In jüngster Zeit mussten etwa die Billiganbieter BEV und DEG Deutsche Energie Insolvenz anmelden. Ursache für die Pleiten sind vor allem die gestiegenen Großhandelspreise für Strom und Gas. Einige Anbieter waren darauf nicht vorbereitet, sondern gingen von stabilen oder fallenden Preisen für die Energiebeschaffung aus. Andreas Schwenzer, Energieexperte bei der Managementberatung Horváth + Partners, rechnet in diesem Jahr mit einer zweistelligen Anzahl von Firmenpleiten im Energiemarkt. Im Laufe des Jahres 2018 sind die Börsenpreise für Strom massiv angestiegen. Da die meisten Stromlieferanten mit ihren Kunden für die Vertragslaufzeit Festpreise vereinbaren, können sie die gestiegenen Beschaffungskosten nicht weitergeben. Solange die Preise stabil blieben, konnten Anbieter von den niedrigen Beschaffungskosten profitieren. Da viele Firmen Strom und Gas nicht im Voraus kaufen, wurden die steigenden Energiepreise für sie zum Problem. Drehen sie an der Preisschraube, verlieren sie Kunden. Schließlich haben Verbraucher in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht. „Es gibt immer mehr wechselwillige Verbraucher“, sagt Schwenzer. „Sie nutzen das System aus und wechseln jedes Jahr in einen neuen günstigen Tarif.“ Für die sogenannten Energie-Discounter, die mit besonders günstigen Tarifen für das erste Jahr und Wechselboni am Markt auftreten, kann das ruinös werden. Schließlich bauen sie darauf, dass viele Kunden schlicht vergessen zu kündigen oder zu träge sind zu wechseln und dann im Folgejahr höhere Preise zahlen. Dieses Kalkül geht nicht mehr auf. Bei den Neukunden-Tarifen zahlen die Anbieter häufig aber drauf. „Das Geschäftsmodell der Billiganbieter funktioniert nicht mehr“, sagt Schwenzer. Von der jüngsten Pleite der BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft aus München Ende Januar waren rund 500.000 Kunden betroffen. Die Insolvenz der DEG Deutsche Energie mit Sitz in Baden-Württemberg Ende 2018 traf unter anderem auch Großkunden wie den Deutschen Bundestag, das Land Brandenburg und die Elbphilharmonie. Im Laufe des vergangenen Jahres mussten zudem die Deutsche Erdgas Versorgungs-GmbH, die Energieagenten Versorgungs GmbH und e:veen Energie abgewickelt werden. Energieexperte Schwenzer sieht in den aktuellen Pleiten ein „reinigendes Gewitter“. Noch ist es nicht abgezogen: „In diesem Jahr dürfte es weitere Unternehmen in einer etwa zweistelligen Größenordnung treffen. Bis Ende des Jahres dürfte die Pleitewelle dann abebben.“ Die Unternehmen hätten verstanden, dass sie Strom nicht zu lange im Voraus zum Festpreis günstig verkaufen dürfen, ohne sich bei der Beschaffung abzusichern. „Seriöse Anbieter wirtschaften vernünftiger. Die Firmen, die dieses Jahr durchstehen, dürften solide aufgestellt sein“, sagt Schwenzer.
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