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  • 19. Dezember 2018

    Eneco übernimmt Lichtblick komplett

    Die niederländische Eneco Group hat alle Anteile am deutschen Ökostrom-Anbieter LichtBlick erworben.
    Das gaben beide Unternehmen bekannt. Bereits im Januar 2017 war Eneco mit einer 50-Prozent-Beteiligung eine Partnerschaft mit LichtBlick eingegangen. Der Ökostrompionier LichtBlick beliefert über 600.000 Haushalte und Betriebe mit Energie. Eneco ist Marktführer in der Erzeugung und im Handel nachhaltiger Energie in den Niederlanden und versorgt mehr als zwei Millionen Kunden. Das Ökostrom-Unternehmen ist zudem in Belgien und Großbritannien aktiv. Eneco und LichtBlick entwickeln gemeinsam digitale Lösungen im Bereich Smart Home, Batterien und Elektromobilität. Auch im Energiehandel arbeiten die Ökostrom-Unternehmen zusammen. Management, operatives Geschäft und Marken beider Unternehmen bleiben von dem Verkauf unberührt. Eine Zustimmung des Kartellamts zu dem Kauf ist nicht mehr erforderlich.
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  • 19. Dezember 2018

    Energieverbrauch sinkt 2018 auf 70er Jahre-Niveau

    Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2018 deutlich zurückgegangen.
    Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen sank der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 12.900 Petajoule (PJ) beziehungsweise 440,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Damit liegt der Energieverbrauch in Deutschland auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang der 1970er Jahre. Da die Verbrauchsrückgänge alle fossilen Energieträger betreffen, Zuwächse dagegen nur bei den erneuerbaren Energien zu verzeichnen sind, geht die AG Energiebilanzen von einem Rückgang bei den energiebedingten CO2-Emissionen in einer Größenordnung von reichlich 6 Prozent aus. Für den geringeren Energieverbrauch in Deutschland macht die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen vor allem die gestiegenen Preise, die milde Witterung sowie Verbesserungen bei der Energieeffizienz verantwortlich. Die verbrauchssteigernde Wirkung der Faktoren Konjunktur und Bevölkerungszuwachs traten dagegen 2018 in den Hintergrund. Ohne den verbrauchssenkenden Einfluss der milden Witterung hätte der Verbrauch um knapp 4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres gelegen. Der Verbrauch von Mineralöl verringerte sich im abgelaufenen Jahr insgesamt um 5,6 Prozent. Den stärksten Rückgang verzeichnete der Absatz von Heizöl. Beim Otto- und beim Dieselkraftstoff kam es nur zu leichten Rückgängen, beim Flugkraftstoff dagegen zu einer Absatzsteigerung. Der Erdgasverbrauch war 2018 in Deutschland ebenfalls rückläufig und verminderte sich insgesamt um 7,3 Pozent. Nachdem die kalte Witterung im 1. Quartal für einen deutlichen Verbrauchsanstieg gesorgt hatte, kam es im Jahresverlauf durch höhere Temperaturen zu Verbrauchsrückgängen im Raumwärmemarkt. Einfluss auf den Verbrauchsrückgang im Gesamtjahr hatten zudem der weitere Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie die Preisentwicklung. Der Verbrauch an Steinkohle ging 2018 in Deutschland um 11,2 Prozent zurück. Mit mehr als 16 Prozent verminderte sich der Einsatz von Steinkohle für die Strom- und Wärmeerzeugung in Kraftwerken besonders stark. Zum Rückgang trugen sowohl die Zunahme der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen sowie der Anstieg der Brennstoffkosten, insbesondere der CO2Preise, bei. Der Verbrauch von Koks und Kokskohle in der deutschen Stahlindustrie lag unter dem Niveau des Vorjahres. Der Verbrauch von Braunkohle sank 2018 zum sechsten Mal in Folge. 2018 lag der Rückgang bei 1,9 Prozent, da die Stromerzeugung aus Braunkohle ebenfalls zurückging. Bis 2020 wird sich der Einsatz von Braunkohle zur Stromerzeugung infolge der Überführung von Anlagen in die Sicherheitsbereitschaft insgesamt um 13 Prozent gegenüber 2015 vermindern. Bei der Kernenergie kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer leichten Abnahme der Stromproduktion um 0,3 Prozent. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch 2018 insgesamt um 2,1 Prozent. Bei der Windkraft gab es ein Plus von 7 Prozent. Die Solarenergie verzeichnete ein Plus von 16 Prozent. Die Biomasse verharrte auf dem Vorjahresniveau und bei der Wasserkraft kam es zu einem Minus von 16 Prozent. Knapp 58 Prozent des inländischen Energieverbrauchs entfallen auf Öl und Gas. Stein- und Braunkohle deckten zusammen etwas mehr als ein Fünftel des Verbrauchs. Die Erneuerbaren steigern ihren Beitrag auf 14 Prozent.
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  • 19. Dezember 2018

    BSI genehmigt erstes Smart Meter Gateway

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die erste Zertifizierung für ein Smart Meter Gateway (SMGW) vergeben.
    Das von der OpenLimit SignCubes AG, einer 100%igen Tochtergesellschaft der OpenLimit Holding AG, gemeinsam mit der Power Plus Communications AG entwickelte Smart Meter Gateway (SMGW) wurde als erstes SMGW in Deutschland vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nach dem international anerkannten IT-Sicherheitsstandard Common Criteria EAL 4+ zertifiziert. Das SMGW ist ein Hardware- / Software-Device, dass die Kommunikation von Stromzählerdaten an Energieversorger und Endkunden absichert. Das berichtet vdas BHKW-Infozentrum in Rastatt. Damit erfüllt das erste Smart Meter Gateway (SMGW) alle gesetzlichen Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz. Erst wenn drei Smart Meter Gateways zertifiziert sind. kann der Rollout intelligenter Messsysteme verpflichtend erfolgen. Die bisher üblichen Stromzähler dürfen dann nicht mehr von Messstellenbetreiber eingebaut werden. Ursprünglich sollte der Rollout bereits im Jahre 2017 erfolgen. Nun könnte der Rollout voraussichtlich im Februar 2019 beginnen. Als weitere Kandidaten für eine endgültige Zertifizierung kommen unter anderem Landis+Gyr und Sagecom Dr. Neuhaus in Frage. Beide Unternehmen sind in ihren Zertifizierungsbemühungen bereits sehr weit fortgeschritten. Insgesamt neun Unternehmen wollen auf dem deutschen Markt zukünftig Smart Meter Gateways anbieten und bemühen sich daher um eine Zertifizierung. Nach Angaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt betreffen die Prüfkriterien des Smart Meter Gateways die Erhebung, Verarbeitung und Speicherung von Messdaten. Zudem steht die Visualisierung der Daten über die Displaysoftware Trudi und die Möglichkeit der Rechnungsprüfung für den Verbraucher im Fokus des umfangreichen Prüfverfahrens.
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  • 14. Dezember 2018

    Statkraft liefert Grünstrom für Produktion von Mercedes-Benz

    Mercedes-Benz Cars geht gemeinsam mit Statkraft den ersten Schritt auf dem Weg zur Umsetzung einer CO2-neutralen Energieversorgung der deutschen Werke.
    Der Stromabnahmevertrag ermöglicht Mercedes-Benz Cars den direkten Bezug von Strom aus Windkraftanlagen in Deutschland, deren Förderung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nach 2020 ausläuft. Der norwegische Energieversorger Statkraft liefert den regenerativ erzeugten Strom aus insgesamt sechs Bürgerwindparks. Dieser wird für die Energieversorgung des Mercedes-Benz Werks in Bremen sowie für die deutschen Batteriestandorte wie beispielsweise Kamenz und Stuttgart-Untertürkheim eingesetzt werden. In Deutschland vermarktet Statkraft erneuerbare Anlagen mit einer Leistung von 10.000 MW und ist damit Marktführer. Die Lieferung des Stroms aus den Windparks wird in die bestehende Stromversorgung durch die Enovos Energie Deutschland GmbH eingebunden. Enovos stellt vor allem die Abrechnung, die Netznutzung und die Integration der Grünstrommengen in das Stromportfolio der Mercedes-Benz Werke sicher. Der im Windpark erzeugte Grünstrom wird nach Inkrafttreten des Vertrags in das Netz eingespeist und zeitgleich von den Mercedes-Benz Werken aus dem Netz entnommen. Die Stromleistung ist entsprechend dem unterschiedlichen Ende der EEG-Förderung der einzelnen Anlagen gestaffelt, für 2021 sind 33,1 Millionen Kilowattstunden (KWh) geplant. In den Jahren 2022 bis 2024 werden es voraussichtlich 74 Millionen KWh sein und 2025 sieht der Vertrag eine Lieferung von 21,8 Millionen KWh vor. Genutzt wird dieser grüne Strom beispielsweise für die Produktion des Elektroautos EQC im Mercedes-Benz Werk Bremen. Die Elektro-Offensive von Mercedes-Benz wird mit dem Ansatz einer CO2-neutralen Energieversorgung der Werke konsequent fortgeführt.
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  • 14. Dezember 2018

    Steag erhält Millionenauftrag für Abbau des Kernkraftswerks Mühleberg

    Die STEAG Energy Services GmbH (SES) hat in Kooperation mit Kraftanlagen Heidelberg den Auftrag erhalten, die Kerneinbauten des Reaktordruckbehälters des Schweizer Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) zu zerlegen.
    Das Kraftwerk, 14 Kilometer westlich von Bern gelegen, wird von der BKW, einem international tätigen Energie- und Infrastrukturunternehmen, betrieben. Die Anlage verfügt über eine elektrische Leistung von 373 Megawatt und soll planmäßig Ende 2019 vom Netz gehen. Der Rückbau beginnt im Jahr 2020. Der Auftrag für das deutsche Konsortium hat ein Volumen im unteren zweistelligen Millionenbereich. Bereits seit Jahren arbeiten SES, die Dienstleistungstochter der STEAG GmbH in Essen, und Kraftanlagen Heidelberg zum Beispiel in China erfolgreich zusammen. Auch in Deutschland sind die Partner im Bereich Rückbau kerntechnischer Anlagen tätig. Bei dem Auftrag in der Schweiz handelt es sich um eine technisch anspruchsvolle Aufgabe: Die Kerneinbauten des 1972 in Betrieb genommenen Kraftwerks sind radioaktiv belastet und müssen unter Wasser zerlegt werden. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Plasmabrenner, um die großen Metalleinbauten ferngesteuert zu zerteilen. Anschließend werden SES und Kraftanlagen Heidelberg die demontierten Teile für den Abtransport zur Zwischenlagerung verpacken. Die Zwischenlagerung der demontierten Teile erfolgt im zentralen Zwischenlager ZWILAG, das in den 1990er-Jahren unter maßgeblicher Beteiligung der SES errichtet wurde. Der Rückbau der Kerneinbauten soll 2020 beginnen und dauert voraussichtlich zwei Jahre.
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  • 13. Dezember 2018

    Erneuerbare decken 38 Prozent des Stromverbrauchs

    Die Erneuerbaren Energien werden 2018 voraussichtlich gut 38 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland decken.
    Das ist ein Anstieg um 2 Prozentpunkte gegenüber 2017. Im Januar, April und Mai haben die Erneuerbaren sogar bis zu 43 Prozent erreicht – voraussichtlich wird das auch im Dezember der Fall sein. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Schätzung für das Gesamtjahr 2018. Bis Jahresende könnten fast 229 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus regenerativen Quellen erzeugt werden. Wind onshore ist im Betrachtungszeitraum mit fast 94 Mrd. kWh weiterhin die stärkste Erneuerbaren-Quelle, was einem Zuwachs von fast sieben Prozent gegenüber 2017 entspricht (87,9 Mrd. kWh). Auf Platz zwei folgt die Biomasse (einschließlich biogenem Siedlungsabfall), die 52 Mrd. kWh (2017: 50,9 Mrd. kWh) beisteuert. Das entspricht einem Wachstum von zwei Prozent. Die Photovoltaik liegt mit mehr als 46 Mrd. kWh an dritter Stelle (2017: 39,4 Mrd. kWh). Sie verzeichnet mit einem Plus von fast 18 Prozent den größten Zuwachs. Wind offshore steigt 2018 um knapp zehn Prozent auf mehr als 19 Mrd. kWh (2017: 17,7 Mrd. kWh). Einzig die Wasserkraft hat aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit im Jahr 2018 einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen. Voraussichtlich sinkt die Stromerzeugung der Wasserkraftwerke von 20,2 Mrd. kWh im Jahr 2017 um mehr als 16 Prozent auf knapp 17 Mrd. kWh.
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  • 12. Dezember 2018

    Kartellamt sieht Rechtsverstöße bei Vergleichsportalen

    Das Bundeskartellamt hat Ergebnisse seiner Sektoruntersuchung zu Internet-Vergleichsportalen vorgestellt.
    Die Untersuchung zahlreicher Vergleichsportale aus den Dienstleistungsbereichen Reisen, Energie, Versicherungen, Telekommunikation und Finanzen hat den Verdacht auf Verbraucherrechtsverstöße in einigen Punkten erhärtet. Die betroffenen Unternehmen haben bis zum 4. Februar 2019 Gelegenheit, zu dem Konsultationspapier Stellung zu nehmen. Viele Vergleichsportale liefern seriöse Informationen, die dem Verbraucher die Bestellentscheidungen erleichtern. Allerdings gibt es nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamtes auch Verhaltensweisen, die den Verbraucher in die Irre führen können: - Häufig haben die von den Anbietern gezahlten Entgelte bzw. Provisionen Einfluss auf die vom Portal voreingestellte Ergebnisdarstellung. Dies erfolgt je nach Branche über eine Vorauswahl der berücksichtigten Angebote, über die Positionierung einzelner Angebote vor dem eigentlichen Ranking oder über die Berücksichtigung der Höhe der Zahlungen der Anbieter im Ranking selbst. - Vergleichsportale haben in einigen Branchen eine geringe Marktabdeckung und stellen teilweise nur eine Auswahl von weniger als 50 Prozent der insgesamt im Markt existierenden Angebote dar. - Viele Vergleichsportale setzen Hinweise auf angeblich begrenzte Verfügbarkeiten, praktisch kaum realisierte Vorteile oder vermeintliche Exklusivangebote ein. - Zahlreiche Portale erstellen keinen eigenständigen Vergleich, sondern greifen lediglich auf die Datensätze und/oder Tarifrechner anderer Portale zu. Die Verbraucher werden über diese Praktiken der Vergleichsportale häufig nicht angemessen informiert. Soweit dies der Fall ist, kann eine unzulässige Irreführung bzw. eine verdeckte Werbung und damit ein Verstoß gegen die verbraucherrechtlichen Vorgaben des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) vorliegen. Im Rahmen einer ersten Ermittlungsrunde hat das Bundeskartellamt zunächst rund 150 Vergleichsportale aus den Branchen Reisen, Energie, Versicherungen, Telekommunikation und Finanzen zu allgemeinen Strukturdaten befragt. Die darauf aufbauende zweite Befragungsrunde richtete sich mit spezifischen Fragen an insgesamt 36 Vergleichsportale, die in den untersuchten Branchen am relevantesten waren. Die Befragungen umfassten die Themenkomplexe Kooperationen zwischen verschiedenen Portalen, Marktabdeckung der einzelnen Portale, Zustandekommen des Rankings der Suchergebnisse, sonstige Faktoren zur Beeinflussung der Auswahl der Verbraucher sowie den Umgang mit Nutzerbewertungen.
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