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  • 12. April 2019

    Umfrage: Netzintegration von dezentralen Anlagen gut gelungen

    Das Verteilnetz ist das Rückgrat der Energiewende.
    Über 1,5 Millionen dezentrale Anlagen speisen ihre Leistung in die Netze der rund 900 Verteilnetzbetreiber ein. Deren Management-Aufwand ist dadurch erheblich gewachsen. Wie bewältigen deutsche Netzbetreiber die Herausforderungen und was können andere Länder daraus lernen? Das haben IASS-Forscher mit einer Umfrage herausgefunden, deren Ergebnisse in der Zeitschrift „Renewable Energy“ erschienen sind. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Verteilnetzbetreiber die Integration erneuerbarer Energien technisch bewältigt und die Investitionen für den notwendigen Netzausbau finanziert haben. Die Forscher führten dafür Interviews mit Geschäftsführern und Netzplanern von zehn der größten Verteilnetzbetreiber aus allen Teilen Deutschlands. Die ausgewählten Netzbetreiber decken, gemessen an der Leitungslänge, 38 Prozent der Verteilnetze in Deutschland ab. Die Umfrage zeigte, dass die Verteilnetzbetreiber nach der Einführung der Anreizregulierung zunächst das bestehende Netz optimiert und dann vor allem den konventionellen Netzausbau vorangetrieben haben. In intelligente Technik wie regelbare Ortsnetztransformatoren investierten sie nur zurückhaltend. Die regelbaren Transformatoren gelten am Übergang von den Mittelspannungsnetzen zu den lokalen Verteilnetzen als wirtschaftliche Alternative, denn anders als herkömmliche Transformatoren können sie das Übersetzungsverhältnis im laufenden Betrieb ändern und so eine verstärkte Einspeisung von Wind- und Solarstrom ermöglichen. Die Befragten äußerten den Wunsch nach einer stärkeren Förderung des Einsatzes intelligenter Technik, betonten aber auch, dass diese den Netzausbau nur ergänzen, nicht aber ersetzen könne. Einige vertraten die Ansicht, dass der intelligente Ansatz politisch überschätzt werde. Insgesamt sahen die Befragten beim Ausbau und der Modernisierung der Netze weniger technische Schwierigkeiten als Problem an, sondern die Finanzierung der Netzintegration. Hier gebe es einen Verteilungskonflikt zwischen Netzbetreibern und Netznutzern. Zum Beispiel haben die Netzbetreiber bei der Festlegung der Eigenkapitalzinssätze Interesse an einer möglichst hohen Verzinsung. Die Beträge werden allerdings auf die Verbraucher umgelegt, die sich niedrige Stromkosten wünschen. Diesen Konflikt unter Berücksichtigung der lokalen Bedingungen zu lösen, ist eine der größten Herausforderungen für die Regulierungsbehörden. Trotz einiger Kritikpunkte ziehen die Autoren aus den Interviews den Schluss, dass die Integration dezentraler Energieerzeugungsanlagen in Deutschland gut gelungen sei. Die Anreizregulierung könne anderen Ländern als Vorbild dienen, allerdings müssten die Finanzierungslösungen an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst werden.
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  • 11. April 2019

    Kartellamt fordert mehr Rechte bei der Regulierung von Vergleichportalen

    Das Bundeskartellamt hat den Abschlussbericht seiner Sektoruntersuchung zu Vergleichsportalen im Internet vorgelegt.
    Dabei wurden verbraucherunfreundliche Tricks mancher Portale aufgezeigt. Verbraucher sollten darauf achten, wie ein Ranking tatsächlich zu Stande kommt oder ob in den Vergleich auch möglichst viele Angebote eingeflossen sind, rät das Amt. Das Bundeskartellamt kann im Bereich Verbraucherschutz Untersuchungen durchführen – eine Befugnis, etwaige Rechtsverstöße auch per behördlicher Verfügung abzustellen, ist damit bislang hingegen nicht verbunden. Kartellamtschef Andreas Mundt verlangt punktuell erweiterte Kompetenzen, um das bereits geltende allgemeine Verbraucherrecht in konkreten Einzelfällen zügig und zielgerichtet durchsetzen. Die Sektoruntersuchung hat Problemfelder aufgezeigt. Vor allem im Bereich Energie blenden einige Portale beim Erstranking bestimmte Angebote aus, weil diese für den Verbraucher nachteilig sein könnten oder aber – ohne dass dies für den Verbraucher deutlich wird – weil das Portal hierfür keine Provision erhält. Beim Vergleich von Energie- und Telekommunikationstarifen stellen viele Portale einzelne Angebote vor dem eigentlichen Ranking dar („Position 0“) und erhalten hierfür teilweise Zahlungen von den Anbietern, ohne dass der Verbraucher darüber informiert wird, dass es sich hierbei um Werbung bzw. eine Anzeige handelt. In sämtlichen Branchen existieren Kooperationen zwischen verschiedenen Vergleichsportalen bei Datenbasis und Tarifrechner. Diese können zwar zur Verbreitung von Vergleichsmöglichkeiten beitragen, aber auch dazu führen, dass gleiche Suchergebnisse bei vermeintlich eigenständigen Portalen vom Verbraucher irrig als Bestätigung der Empfehlungen interpretiert werden.
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  • 11. April 2019

    Wind und Sonne liefern im ersten Quartal Rekordergebnis

    Die Windkrafträder an Land und auf See sowie die Photovoltaikanlagen haben von Januar bis März 2019 zusammen 49,4 Milliarden Kilowattstunden (Mrd.
    kWh brutto) Strom erzeugt. Das ist ein Plus von fast 25 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2018 (39,6 Mrd. kWh) und ein absoluter Rekordwert für die Jahreszeit. Das zeigt eine Berechnung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der Zuwachs ist größtenteils durch ungewöhnliche Witterungsbedingungen zustande gekommen – es gab viel Sonne und starken Wind für die Jahreszeit. Absolut gesehen trug Wind onshore mit 36,2 Mrd. kWh den größten Anteil bei (Q1-3 2018: 28,9 Mrd. kWh). Den stärksten Zuwachs gab es hingegen bei Wind offshore: Mit 6,8 Mrd. kWh wurde ein Drittel mehr produziert als im Vorjahreszeitraum (Q1-3 2018 5,1 Mrd. kWh). Photovoltaikanlagen erzeugten über 6,4 Mrd. kWh Strom – ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Q 1-3 2018 5,59 Mrd. kWh). Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, genügt dies noch nicht: Dafür sind deutlich mehr Ökostrom und stärkere Anstrengungen für die CO2-Einsparung in den Bereichen Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft erforderlich.
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  • 10. April 2019

    EWR, Mainzer Stadtwerke und Pfalzwerke bündeln Erneuerbaren-Geschäft

    Die drei Energieunternehmen Mainzer Stadtwerke AG (MSW), EWR AG aus Worms (EWR) und die Pfalzwerke AG (PW) mit Sitz in Ludwigshafen wollen künftig auf dem Gebiet der Planung, dem Bau und der Betriebsführung von Anlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien eng zusammenarbeiten.
    Dazu haben die drei gleichberechtigten Partner das Tochterunternehmen Pionext GmbH gegründet, um künftig den kaufmännischen und technischen Betrieb der bereits bestehenden rund 500 Wind- und Photovoltaikanlagen der drei Unternehmen unter einem Dach zu bündeln und effizienter zu gestalten und darüber hinaus die Planung und Projektierung von neuen Windkraft- und Photovoltaikanlagen gemeinsam voranzubringen. Im Vorfeld dieser Entscheidung wurde eine Marktstudie erarbeitet und detailliert geprüft, wo die drei Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien stehen und welche strategischen Zukunftsoptionen sich in diesem Geschäftsfeld für kommunale Unternehmen bieten. Synergiepotentiale liegen danach insbesondere in einer Kooperation in den Bereichen Projektierung sowie technische Betriebsführung von Wind- und Photovoltaik-Anlagen. „Wir haben bereits gute Erfahrungen gesammelt mit der Kooperation von kommunalen Unternehmen“, weist der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der MSW, Dr. Tobias Brosze, auf die bereits bestehende Zusammenarbeit der MSW mit der EWR im gemeinsamen Tochterunternehmen Mainz-Worms Energiebündnis GmbH (MWE) hin. Bei der neuen Gesellschaft Pionext sind zusätzlich die Pfalzwerke mit im Boot. Mit dem Ludwigshafener Energieversorgungsunternehmen arbeiten die Mainzer Stadtwerke bereits seit einigen Jahren zusammen: Das gemeinsame Tochterunternehmen Pfalzwind GmbH betreibt aktuell vornehmlich in Rheinland-Pfalz rund 60 Windkraftanlagen. In einem ersten Schritt werden die drei Gesellschafter dem gemeinsamen neuen Unternehmen verfügbare Mittel von insgesamt bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit können pro Jahr etwa zwei große Windparks mit sechs Windkraftanlagen realisiert werden. Die neue gemeinsame Gesellschaft Pionext wird vier Geschäftsführer haben – EWR und MSW stellen jeweils einen Geschäftsführer, bei der PW haben zwei Personen die Funktion inne. Sitz der Gesellschaft ist in Alzey.
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  • 10. April 2019

    Enervie feiert gutes Jahresergebnis

    Die Enervie - Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, erreicht im Geschäftsjahr 2018 das beste Ergebnis seit Gründung des Unternehmensverbundes.
    „Gute, stabile Beiträge der Geschäftsfelder Vertrieb und Netz haben ebenso wie Sondereffekte zu einem insgesamt sehr zufriedenstellenden Jahresergebnis beigetragen“, zieht Enervie Vorstandssprecher Erik Höhne ein positives Fazit. Weitere wesentliche Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 2018 waren der vollzogene Ausstieg aus der Steinkohle-Verstromung (Schließung Steinkohleblock E4 / Werdohl-Elverlingsen), die Modernisierung des Pumpspeicherwerks (PSW) in Finnentrop-Rönkhausen sowie die Entwicklung und Einführung innovativer Produkte. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte Enervie bei einem gestiegenen Umsatz von rund 888 Mio. Euro (2017: 838 Mio. Euro) ein Ergebnis vor Steuern von 40,2 Mio. Euro (2017: 34,6 Mio. Euro). Aufgrund der positiven Unternehmensentwicklung hat sich die Eigenkapitalquote weiter auf 25,4 Prozent (Vorjahr: 24,0 Prozent) verbessert. Der Vorstand schlägt vor, wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von 8 Mio. Euro an die Aktionäre auszuschütten. Die Enervie Gruppe lieferte für die Versorgung der rund 370.000 Energiekunden sowie Energiehandelspartner mit den Tochtergesellschaften Mark-E und Stadtwerke Lüdenscheid im Jahr 2018 rund 6,4 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom, 5,2 Milliarden kWh Gas, 51 Millionen kWh Wärme und 17,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser.
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  • 10. April 2019

    100 % Nahwärmeversorgung mit Sonne und Holz

    Die Düsseldorfer Naturstrom AG hat zusammen mit der Gemeinde Moosach eine Nahwärmeversorgung errichtet, die auf einer Solarthermie-Freiflächenanlage und Holzhackschnitzeln aus der Region basiert.
    „Die Kombination aus Sonne und Holz macht schon heute eine 100 Prozent erneuerbare Wärmeversorgung möglich – und das zu jeder Jahreszeit“, erklärt Thilo Jungkunz, Geschäftsbereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei Naturstrom. „Gemeinsam werden Solarthermieanlage, Biomassekessel und Pufferspeicher den Wärmebedarf von ca. 2,25 Millionen Kilowattstunden decken können.“ Besonders im Sommer wird die 1.067 m² große Solarthermie-Freiflächenanlage einen wichtigen Beitrag für die Wärmeversorgung des Ortes leisten und den Holzeinsatz in der Energiezentrale signifikant reduzieren. Zwischengespeichert wird die Wärme in einem 100 m³ großen Pufferspeicher. Bei Mehrbedarf sowie in den Wintermonaten können drei Biomassekessel mit insgesamt 1.450 kW Leistung bedarfsgerecht zugeschaltet werden. Die Kombination dieser Techniken speist das 4,4 km lange Leitungsnetz mit aktuell circa 70 privaten und kommunalen Abnehmern mit erneuerbarer Wärme – und löst so viele alte Ölheizungen in der Gemeinde ab.
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  • 5. April 2019

    Drewag und Telekom erproben 5G im Niederspannungsnetz

    Die Drewag – Stadtwerke Dresden GmbH und die Deutsche Telekom AG haben in Dresden ein Forschungsprojekt zur Überwachung und Verteilung im Niederspannungsstromnetz vereinbart.
    Im Kern geht es um intelligentes Energiemanagement in Netzbereichen, die u. a. für die Versorgung von Haushalten benötigt wird. Es wird ein Grundstock an Informationspunkten im Netz aufgebaut und vernetzt. Die aus diesen Informationspunkten gewonnenen Daten werden via 5G der Telekom an eine Analysesoftware auf einem Edge Cloud Server angebunden. Der 5G-Kommunikationsstandard zeichnet sich durch seine vielfach höhere Datenkapazität, seine sehr geringen Reaktionszeiten und seine hohe Verlässlichkeit aus. Um die Daten zu erheben, werden in einer Ortsnetzstation der Drewag in Dresden-Weixdorf und vier Straßenverteilern Messgeräte zur Erfassung der Daten installiert. Die Messgeräte übertragen die Daten per Mobilfunk an die Edge Cloud. Dort werden die Daten mit Hilfe von Verfahren des maschinellen Lernens analysiert und verarbeitet. Der Zusatz Edge signalisiert dabei ihre Nähe zu den Endgeräten. Dadurch können Anforderungen an lokale Datenhaltung, Ausfallsicherheit und Redundanz bedient werden. Das Forschungsvorhaben hat eine Laufzeit bis Jahresende 2021.
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