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  • 21. März 2019

    LEW deckt 70 Prozent des Strombedarf mit Erneuerbaren

    Die LEW-Gruppe in Augsburg hat 2018 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 142 Millionen Euro und einen Umsatz von 2,06 Milliarden Euro erzielt.
    Unterschiede im Vergleich zum Vorjahr sind im Wesentlichen auf Sondereffekte zurückzuführen. Die Investitionen übertreffen mit rund 108 Millionen Euro noch einmal leicht die bereits sehr hohen Werte der Vorjahre. Mit einem rechnerischen Anteil von mehr als 70 Prozent am Stromverbrauch der Endkunden im LEW-Netzgebiet gehört Bayerisch-Schwaben zu den Vorreitern bei erneuerbaren Energien in Deutschland. 2018 erreichte dabei die Einspeisung aus Photovoltaikanlagen einen neuen Rekordwert: 1.680 Millionen Kilowattstunden wurden insgesamt eingespeist. Damit können rechnerisch rund 470.000 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Prognosen zufolge beläuft sich 2018 die Gesamtsumme der Vergütungszahlungen an die Betreiber von PV-Anlagen im LEW-Netzgebiet auf rund 520 Millionen Euro – das ist mehr als je zuvor und macht etwa 70 Prozent der gesamten EEG-Vergütung im LEW-Netz aus. Insgesamt waren Ende 2018 mehr als 75.000 regenerative, dezentrale Anlagen ans LEW-Netz angeschlossen, rund 2.500 mehr als im Vorjahr. Sie kommen zusammen auf eine Gesamtleistung von insgesamt 2.170 Megawatt und haben 2018 rund fünf Milliarden Kilowattstunden in das LEW-Netz eingespeist. Das deckt rechnerisch den jährlichen Strombedarf von mehr als 1,6 Millionen Haushalten – fast doppelt so viele wie im Regierungsbezirk Schwaben. Die ans LEW-Netz angeschlossenen Erzeugungsanlagen erzeugten 2018 an etwa jedem zweiten Tag mehr Strom als insgesamt benötigt wurde. Diese überschüssige Energie wurde in das vorgelagerte Übertragungsnetz gespeist. Auch die eigene Erzeugung aus Photovoltaik baut LEW weiter aus: 2018 hat LEW auf eigenen Gebäuden 15 Dachanlagen installiert, hinzu kamen zwei Solarparks mit einer Leistung von je etwa 750 Kilowatt peak. Die Gesamtleistung der eigenen PV-Anlagen von LEW betrug zum Jahresende damit rund 3,8 Megawatt peak. Das ist etwa doppelt so viel wie noch vor einem Jahr. Das bereinigte EBIT der LEW-Gruppe wird im Geschäftsjahr 2019 voraussichtlich leicht unterhalb dem des Vorjahres liegen. Im Strom- und Gasgeschäft rechnet LEW in den meisten Segmenten mit einer stabilen Absatzentwicklung beziehungsweise leichten Zuwächsen. Die Investitionen wird die LEW-Gruppe 2019 noch einmal deutlich erhöhen. Das liegt vor allem an den Investitionen für die flächendeckende Glasfasererschließung von acht Kommunen für LEW Highspeed.
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  • 20. März 2019

    Leitfaden für Missbrauchsaufsicht im Stromsektor liegt vor

    Das Bundeskartellamt und die Bundesnetzagentur haben die Konsultation der Entwurfsfassung des Leitfadens für die kartellrechtliche und energiegroßhandelsrechtliche Missbrauchsaufsicht im Bereich Stromerzeugung/-großhandel veröffentlicht.
    Der Leitfaden erläutert die Zielrichtung, die Regeln für die Anwendung und die Reichweite der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht auf dem Stromerstabsatzmarkt und behandelt Auslegungsfragen der Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts in Bezug auf den Energiegroßhandel. Der Entwurf wurde von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt gemeinsam erstellt. Schriftliche Stellungnahmen insbesondere von Unternehmen, Verbänden, Behörden oder wissenschaftlichen Instituten zum Entwurf des Leitfadens können bis 20. Mai 2019 eingereicht werden.
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  • 20. März 2019

    6,9 Mrd. Euro für den Ausbau ihrer Gasinfrastruktur

    Mit dem an die Bundesnetzagentur (BNetzA) übermittelten und auf der FNB Gas Webseite veröffentlichten Netzentwicklungsplan Gas 2018-2028 (NEP 2018) legen die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) ihren umfassenden Netzausbauplan für eine zukunftssichere Gasversorgung vor.
    Der NEP 2018 umfasst 155 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund 6,9 Mrd. Euro. Das Leitungsnetz wird um 1.364 km erweitert, zudem erfolgt ein Zubau von insgesamt 499 MW Verdichterleistung. Detaillierte Informationen zum NEP 2018 werden in der öffentlich zugänglichen NEP-Gas-Datenbank bereitgestellt. „Das Thema Sektorkopplung sowie die mögliche Integration von grünen Gasen wird im kommenden NEP 2020 noch stärker in den Fokus rücken“, gibt der FNB Gas-Vorstandsvorsitzende Ralph Bahke einen Ausblick. Die FNB haben das BNetzA-Änderungsverlangen vollständig umgesetzt. Drei TENP-Netzausbaumaßnahmen wurden in den NEP 2018 aufgenommen. Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen wurde unverzüglich begonnen. Die Fertigstellung ist bis Ende 2024 geplant. Die Prüfung alternativer Maßnahmen zur zukünftigen H-Gas-Versorgung der Region Ostfriesland im Bereich Bunde/ Leer wurde fristgerecht an die BNetzA übermittelt. Eine Umsetzungsentscheidung der BNetzA hierzu steht aus.
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  • 18. März 2019

    RWE plant Flüssigsalz-Speicher im Rheinischen Revier

    Zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der FH Aachen plant RWE Power ein Pilotprojekt zur Energiespeicherung auf Flüssigsalz-Basis.
    Dabei wird ein bestehendes Kohlekraftwerk im Rheinischen Revier zu einem Wärmespeicherkraftwerk umgerüstet. Das Land NRW unterstützt den Projektvorschlag und hat ihn als Leitprojekt in das Sofortprogramm „Das Rheinische Zukunftsrevier“ aufgenommen. Für die Planungsarbeiten zur ersten Anlage dieser Art stellt NRW im Rahmen seines Förderprogramms „progres.nrw“ 2,9 Millionen Euro bereit. Zudem beabsichtigen die Projektpartner, eine Förderung durch den Bund für die Realisierung zu beantragen. Und so funktioniert ein Wärmespeicherkraftwerk: In einem elektrischen Erhitzer wird mit überschüssigem Strom flüssiges Salz auf bis zu 600 Grad aufgeheizt und dann in einem Tank gespeichert. Bei erhöhtem Strombedarf wird diese Salzschmelze zur Dampferzeugung über einen Wärmetauscher geleitet. Das Salz kühlt dabei auf 250 bis 300 Grad ab und wird in einem weiteren Tank zwischengespeichert. Der dabei entstehende Dampf wird zur Stromerzeugung in die Turbine des Kraftwerkblocks eingespeist. Dort ersetzt er einen Teil der ansonsten mit Braunkohle erzeugten Dampfmenge. Mit dem fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien kann die Kapazität des Wärmespeichers schrittweise erweitert und damit im Gegenzug der Einsatz von Braunkohle weiter verringert werden. Nach dem Auslaufen der Kohleverstromung kann das Wärmespeicherkraftwerk vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Indem es Schwankungen bei der Einspeisung aus regenerativen Energien ausgleicht, leistet es einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Der genaue Standort für die Pilotanlage steht noch nicht fest, wird aber im Rheinischen Revier liegen. Anfang der 2020er Jahre könnte mit dem Bau der Anlage begonnen werden.
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  • 15. März 2019

    MVV und Stadtwerke Heidelberg vereinbaren Wärme-Kooperation

    Das Mannheimer Energieunternehmen MVV und die Stadtwerke Heidelberg haben einen Kooperationsvertrag zur Gründung der Gesellschaft wärme.netz.werk Rhein-Neckar GmbH unterzeichnet.
    Die beiden Energieunternehmen aus der Metropolregion Rhein-Neckar setzen auch in Zukunft auf die umweltfreundliche Fernwärme aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung und haben mit der neuen Gesellschaft eine gemeinsame Plattform für Zukunftsthemen und -technologien für die nachhaltige Weiterentwicklung der regionalen Fernwärmeversorgung geschaffen. Eines ihrer zentralen Ziele ist die Erschließung von Wärmequellen aus erneuerbaren Energien und Abwärme („Grüne Wärme“). Geschäftsführer des wärme.netz.werks Rhein-Neckar sind Eva Werner, Referentin für den regionalen Fernwärme-Vertrieb bei der MVV in Mannheim, und Markus Morlock, Abteilungsleiter Anlagen-Services bei den Stadtwerken Heidelberg Netze. Sitz der neuen Gesellschaft wird Heidelberg sein.
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  • 15. März 2019

    LichtBlick entlarvt Stromkennzeichnungspflicht als irreführend

    Die Hamburger LichtBlick hat den Strommix von insgesamt 1.171 Stromanbietern untersucht.
    Die Daten wurden bis Mitte Februar 2019 auf den Versorger-Websites abgerufen. Rund 20 Prozent kamen ihrer Pflicht nicht nach und haben keine aktuelle Stromkennzeichnung auf ihrer Internetseite veröffentlicht, 7 Prozent waren fehlerhaft. Wie bereits die Recherche 2018 unter den 50 größten Anbietern gezeigt hat, beschaffen die meisten Energieanbieter deutlich mehr Kohlestrom, als in der gesetzlichen Stromkennzeichnung angegeben wird, so Lichtblick. „Die vom Gesetz her vorgeschriebene Darstellung zeigt leider nicht den tatsächlichen beschafften Strom der Unternehmen“, so Vorstand Gero Lücking. Grund dafür ist ein – aus Verbrauchersicht – komplizierter Mechanismus: Jeder Versorger muss in seinem individuellen Strommix den Anteil von EEG-gefördertem Ökostrom mit angeben. Dieser stieg 2017 für viele Versorger sogar erstmalig über die 50 Prozent Marke. Der Versorger kauft diesen Strom aber tatsächlich gar nicht für seine Kunden ein. „Dem Kunden soll vermittelt werden, welchen Anteil er durch die Zahlung der EEG-Umlage am Ausbau der Erneuerbaren hat “, sagt Lücking. „Die jetzige Regelung suggeriert aber, dass der Versorger einen hohen Anteil an Ökostrom einkauft und liefert“. Daher hat LichtBlick den jeweiligen Strommix aller deutschen Stromversorger ohne den virtuellen und rein finanziellen EEG-Anteil ausgerechnet. „Nur so wird der Strommix – also der tatsächliche Stromeinkauf des jeweiligen Anbieters – transparent.“ Die virtuelle Anrechnung des klimafreundlichen EEG-Stroms verbessert auch die CO2-Bilanz der Stromtarife – allerdings nur auf dem Papier. 30 Prozent der gelisteten Versorger haben in ihrem Unternehmensmix weniger als 5 Prozent Anteil an erneuerbaren Energien. Noch-RWE-Tochter Innogy weist zum Beispiel in der Unternehmens-Stromkennzeichnung einen Ökostromanteil von insgesamt 46,6 Prozent an. Tatsächlich hat der Versorger nach den Berechnungen von Lichtblick nur 2,91 Prozent Ökostrom für die Kunden beschafft. Der Anteil an fossiler und Atom-Energie beträgt hingegen offiziell nur 53 Prozent, liegt aber faktisch bei 97 Prozent. Bei weiteren, großen Anbietern ist die Situation ähnlich: EnBW hat einen Ökostromanteil von nur 7,01 Prozent (statt wie angegeben 56,2%), bei Eon sind es 8,45 Prozent (statt 55,6%), bei E wie einfach 17,6 Prozent (statt 61,2%). Besonders dreist ist der gesetzlich verordnete Etikettenschwindel bei knapp 40 Anbietern in Deutschland: Sie weisen den EEG-Anteil in ihrem Strommix aus, haben aber gar keinen eigenen Ökostrom in ihrem Portfolio, sondern ausschließlich fossile oder Atom-Energie. Auf der anderen Seite sind mittlerweile rund 19 Prozent der gecheckten Unternehmen reine Ökostromanbieter. LichtBlick fordert weiterhin von der Bundesregierung, sich für eine transparente und ehrliche Stromkennzeichnung einzusetzen. Künftig sollen die Versorger nur die Energiemengen ausweisen dürfen, die sie auch tatsächlich für ihre Kunden beschaffen.
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  • 15. März 2019

    Vattenfall versorgt 113 Berliner Wohnungen mit Abwasserwärme

    Im Berliner Stadtteil Biesdorf hat die Vattenfall Tochter Energy Solutions in der neu entstandenen Wohnanlage „Grüne Aue" eine Abwasserwärmepumpe in Betrieb genommen.
    Sie ist Teil einer dezentralen Wärmeversorgungsanlage für das Wohngebiet und trägt zur Versorgung von 113 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von rund 11.400 Quadratmetern bei. Für die Wärmeversorgung des Quartiers „Grüne Aue“ sorgen insgesamt drei Erzeugungsanlagen: In der Heizzentrale kommen neben der Abwasserwärmepumpe ein Blockheizkraftwerk (BHKW) und ein Brennwertkessel zum Einsatz. Der jährliche Wärmebedarf beträgt 740 Megawattstunden. Die Wärmepumpe zeichnet sich durch einen ganzjährig hohen Ausnutzungsgrad der zum Betrieb der Anlage eingesetzten Energie aus und deckt voraussichtlich gut 20 Prozent des Wärmebedarfs der Bewohner. Die Umweltenergie für die Wärmepumpen kommt von Überträgerplatten in einem Schmutzwasserkanal der Berliner Wasserbetriebe. Hier sind 48 Module mit einer Gesamtlänge von 60 Metern und einer Entzugsleistung von 80 kW installiert. Die Anlage in der „Grünen Aue“ ist bereits die elfte, die Wärme aus dem Berliner Abwassernetz gewinnt, weitere mit zum Teil immensen Entzugsleistungen seien in Planung. Die Wärme wird über ein Nahwärmenetz mit einer Trassenlänge von einem Kilometer verteilt. Ergänzt wird die ungewöhnliche Anlagenkombination durch fernauslesbare Wärmemengenzähler, die eine vollautomatisierte Ablesung ermöglichen.
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