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Südkorea strebt Klimaneutralität an

Südkoreas Präsident Moon Jae In erklärte am Mittwoch, 28. Oktober in Seoul, daß die Regierung „alles daran setzen werde“, daß die Klimaneutralität Südkoreas bis 2050 erreicht werde. Südkorea ist die zwölftstärkste Wirtschaftsmacht der Welt, die Energieversorgung hängt weitestgehend von Kohle- und Atomkraftwerken ab.

Die Kohlekraft soll durch Erneuerbare Energien ersetzt werden. Damit folgt Südkorea Japan, welches sich bis 2050 zur Klimaneutralität verpflichtet hat und Chinas Ankündigung, dieses Ziel bis 2060 zu ereichen.

Bundesregierung will beim Klimaschutz wieder stärker mit den USA zusammenarbeiten

Im Rahmen der deutschen EU-Ratpräsidentschaft 2020, erfolgte ein virtuelles Briefing zur EU-Klimapolitik mit Bundesaußenminister Heiko Maas, Bundesumweltministerin Svenja Schulze und dem Vorsitzenden des Deutschen Klima-Konsortiums, Moib Latif. Bundesaußenminister Heiko Maas kündigte an, daß er und Bundesumweltministerin Svenja Schulze „einen Neustart der Transatlantischen Klimabrücke planen“. Der Startschuss solle in der ersten Hälfte 2021 fallen, unabhängig davon, wer die Wahl in Amerika gewinnt.

Japan plant Klimaneutralität bis 2050

Japans neuer Ministerpräsident Yoshihide Suga, kündigte am Montag, 26.Oktober 2020 überraschend einen einschneidenden Kurswechsel in der Klimapolitik an. Seine Regierung werde versuchen, positive Rückkopplung zwischen der Wirtschaft und der Umwelt in Gang zu setzen.

Japan ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und der fünftgrößte Verursacher von Kohlendioxid. Mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050 folgt Japan dem Beispiel der Europäischen Union.

Um dieses Ziel zu erreichen, will Suga u.a. das Kohlenstoffrecycling, den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Digitalisierung vorantreiben. Das rohstoffarme Land plant bei der Energiewende keinen Ausstieg aus der Kernkraft, sondern die Inbetriebnahme neuer Kohlekraftwerke.

 

Vattenfall bietet dem Land Berlin Komplettübernahme des Stromnetzes an

Vattenfall hat dem Land Berlin alle Anteile an der Stromnetz Berlin GmbH zum Kauf angeboten. Damit sollen die jahrelangen Auseinandersetzungen um die Stromkonzession beendet und ein vorhersehbarer und klarer Weg für die weitere Entwicklung der Berliner Stromnetze geebnet werden. Das Land Berlin kämpfte jahrelang vergeblich um die Wiederverstaatlichung der Stromversorgung. Doch trotz eines verlorenen Prozesses des Senats gegen Vattenfall, hat der Konzern sämtliche Anteile an der eigenen Tochter Stromnetz Berlin GmbH inklusive Infrastruktur, IT-Systeme und Persona lzum Kauf angeboten. Vattenfall betreibt ein Netz mit einer Länge von über 35.000 Kilometern, beschäftigt ca. 1.300 Mitarbeiter und beliefert 2,37 Millionen Haushalte.

Der scheidende CEO Magnus Hall sagte, „das auch nach dem Erfolg vor dem Berliner Kammergericht, nicht mit einer zeitnahen Konzessionsentscheidung im Sinne von Vattenfall zu rechnen sei. Die Aussicht auf weitere Jahre gerichtlicher Auseinanderseztung stelle nicht nur eine Belastung für das Unternehmen dar, sondern erschwere auch Entscheidungen über anstehende Milliarden Investitionen. Vattenfall möchte auf diesem Weg in eine fossilfreie Zukunft, die Kooperation mit dem Land Berlin suchen. “

Falls der Senat dem Kauf zustimmt, könnte der Deal bereits im ersten Halbjahr 2021 vollzogen werden.

 

Einführung der CO2-Bepreisung bewirkt Steigerung des Gaspreises

Ab 2021 hat die Bundesregierung eine CO2- Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr eingeführt. Über einen nationalen CO2-Emissionshandel erhält der Ausstoß von Treibhausgasen beim Heizen und Autofahren einen Preis.

Unternehmen, die Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel in den Markt bringen, bezahlen ab 2021 dafür einen CO2-Preis. Sie werden verpflichtet, für den Treibhausgas-Ausstoß, den diese Brennstoffe verursachen, Emisssionsrechte zu erwerben. Dies geschieht über den neuen nationalen Emissionshandel.

Infolge dieses neuen CO2-Preises sowie höheren Netzentgelten, müssen sich Verbraucher ab dem kommenden Jahr auf höhere Gaspreise einstellen.

Der Gaspreis für Haushaltskunden setzt sich aus den Beschaffungskosten, den Entgelten für die Netznutzung sowie Steuern zusammen. Der Start der neuen CO2-Bepreisung hat zum Ziel, fossile Brenn-und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und auf klimafreundlichere Alternativen umzusteigen.

Der Emissionshandel beginnt mit einem fixen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne. Laut Umweltministerium bedeutet dies, dass etwa Erdgas um 0,6 Cent pro Kilowattstunde teurer wird.

Industrie dringt auf eine grundlegende EEG-Reform

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert die komplette Abschaffung der EEG-Umlage. Mehr Markt und weniger Regulierung sei die Lösung für den Erfolg der Energiewende. Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fordert, die EEG-Umlage auf Dauer bei maximal 5 Cent einzufrieren.

Trotz des milliardenschweren Zuschusses des Bundes in die Ökostromumlage 2020,  wächst somit der Druck auf die Bundesregierung, günstigere Stromrechnungen zu erreichen, da es beim Verbraucher zu keiner nennenswerten Enlastung kommt. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Megawattstunden kann lediglich mit einer Entlastung von 12 Euro rechnen.

Strom-Austausch aus Offshore-Windparks zwischen Dänemark und Deutschland

Am Dienstag, 20.Oktober 2020 wurde eine neue Stromverbindung zwischen Dänemark und Deutschland in der Ostsee eröffnet, die gleichzeitig zwei Windparks miteinander verbindet. Dieses weltweit einmalige Projekt heißt Combined Grid Solution (CGS). CGS hat zum Ziel, die Kapazitäten des Stromaustausches zwischen beiden Ländern deutlich zu erhöhen und den europäischen Strommarkt stärker miteinander zu verknüpfen.

An der Einweihung des “ weltweit ersten hybriden Offshore Interkonnektors “ nahmen u.a. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier, der dänische Energieminister Dan Jorgensen sowie der Energieminister Mecklenburg-Vorpommers Christian Pegel teil.

Der Bau des neuen Seekabels wird Ende des Jahres abgeschlossen. Die Übertragungsleistung beträgt 400 Megawatt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 300 Millionen Euro und werden auch von der EU finanziell unterstützt.

Leichte Senkung der EEG-Umlage

Wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier am Donnerstag, 15.10.2020 bekannt gab, haben die Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das Jahr 2021 bekanntgegeben: Die EEG-Umlage wird durch einen Bundeszuschuss von derzeit 6,756 ct/kWh ab Januar 2021 auf 6,5 ct/KwH abgesenkt.

Haushalte in Deutschland zahlten 2019 den höchsten Strompreis in der EU. Auch im weltweiten Vergleich ist Strom für deutsche Haushalte relativ teuer. Warum ist dies so und wie setzt sich der Preis zusammen?

EEG-Umlage fördert Ausbau erneuerbarer Energien

Etwa ein Fünftel des Strompreises entfiel auf die EEG-Umlage, die der Förderung  erneuerbarer Energien dient. Ökostromproduzenten speisen diesen zu garantierten Festpreisen in das Netz ein. Die Übertragungsnetzbetreiber verkaufen diesen Strom an der Strombörse zu niedrigeren Marktpreisen und erhalten für die Differenz eine Ausgleichszahlung. Die Kosten dafür werden über die EEG-Umlage auf den Strompreis aufgeschlagen und damit von allen Verbrauchern mitbezahlt.

 

Milliardenzuschuss des Bundes

Durch den Zuschuss von ca. 10,8 Milliarden Euro für 2021 vom Bund war es möglich, die von der Bundesregierung festgelegte Obergrenze der EEG-Umlage von 6,5 ct/kWh im kommenden Jahr zu halten.

Ohne diesen Zuschuss wäre die EEG-Umlage den Angaben zufolge 2021 auf 9,65 ct/kWh gestiegen.

 

Steuern und Netzentgeld

Für Haushalte sind Steuern sowie weitere Abgaben und Umlagen verantwortlich  für den größten Kostenfaktor beim Strompreis. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist das Netzentgeld, das die Stromlieferanten an die Netzbetreiber zahlen müssen, damit sie den Strom durch das Netz bis zum Kunden leiten dürfen.

Der Strompreis befindet sich weiterhin auf hohem Niveau; erste Versorger haben für das kommende Jahr bereits Preiserhöhungen angekündigt.

Internationale Energieagentur sieht Anzeichen für eine verstärkte Dynamik der Energiewende

In ihrem jüngsten Bericht, dem „World Energy Outlock“,  schätzt die Internationale Enerieagentur (IEA), dass die Coronapandemie gravierende Auswirkungen auf das globale Energiesystem hat. Die IEA geht davon aus, dass die weltweite Energienachfrage um 5 Prozent sinken wird. Für die CO2-Emissionen wird ein Minus von 7 Prozent und für die Energieinvestitionen ein Minus von 18 Prozent prognostiziert. Im besten Fall werde die weltweite Energienachfrage Anfang 2023 wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

In allen Szenarien spielen Erneuerbare Energien eine Hauptrolle. Im Mittelpunkt sei die Solarenergie, gefolgt von der Onshore- und Offshore- Windenergie. Die Solarenergie könnte der „neue König der weltweiten Strommärkte“  werden.

Die IEA betont, das ein starkes Wachstum der Erneuerbaren Energien mit massiven Investitionen in die Stromnetze verbunden werden muss.  In ihrem Bericht geht sie  davon aus, dass die Nachfrage nach Kohle sinken werde, während die Nachfrage nach Erdgas, vor allem in Asien,  steigen werde. Erdöl hingegen sei weiterhin den großen wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Pandemie ausgesetzt.

Ene nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft sei noch in weiter Ferne. Allerdings böte ein Paradigmenwechsel bei den Investitionen in saubere Energie eine Möglichkeit, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, Arbeitsplätze zu schaffen und Emissionen zu reduzieren.

Börsengang bei Siemens-Energy

Siemens hat sein Energiegeschäft an die Börse gebracht. Bewertet wird das Unternehmen mit ca. 16 Milliarden Euro. Der Energietechnikkonzern besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: einer Kraftwerks- und einer Windsparte. Er beschäftigt ca. 91.000 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von 29 Milliarden Euro.

Der neue Konzern ist mit zwei Drittel an Siemens Gamese , einem internationalen Hersteller von Windkraftanlagen, beteiligt, zudem in der Stromübertragung tätig, jedoch auch in der Wartung und Lieferung von Turbinen und Technik für Gas- und Kohlekraftwerke.

Dieser Markt wird über die kommenden Jahrzehnte schrumpfen und wegbrechen. Somit ist Siemens-Energy in einem sich stark wandelnden Markt unterwegs, der zudem zunehmend politschen Schankungen unterliegt.

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