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Am 11.03.2011 ereignete sich in Japan eines der stärksten je gemessenen Erdbeben. Darauf folgten ein Tsunami und die Zerstörung von Atomkraftwerksanlagen. Deren Auswirkungen sind in ihrer Tragweite, auch eine Woche nach der Katastrophe, noch immer nicht abschätzbar. Weltweit wird nun aktuell über die Konsequenzen möglicher Umweltkatastrophen auf die Atompolitik diskutiert.
Die Bundesregierung erwog bereits drei Tage nach dem Ereignis die Aussetzung der Laufzeitverlängerung für AKWs. Der Beschluss eines 3-monatigen Atom-Moratoriums steht noch aus. Die direkte Folge: Mit der Bekanntgabe des möglichen Atomausstiegs zogen die Preise an der Energiebörse EEX sofort an. Am 15.03. wurde die Abschaltung von den sieben ältesten AKWs in Deutschland bekanntgegeben, worauf sich ein erneuter, drastischer Anstieg der Strompreise abzeichnete. Nach dem Veto des Bundestagspräsidenten Lammert hat sich der Energiepreis zwar gestern (17.03.11) wieder etwas beruhigt, allerdings ist die weitere Entwicklung stark abhängig vom Ausgang der Reaktorkatastrophe. Diese Preisentwicklung verläuft hierbei parallel zu den katastrophalen Entwicklungen in Japan und lässt sich anhand der folgenden Grafik eindeutig ablesen:

Nun ist mit einem vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie zu rechnen. Das bedeutet: Zukünftig werden die Kosten für elektrische Energie weiterhin ansteigen – wie wir es bereits in der Dezember-Ausgabe unseres Newsletters geschildert haben.
Erklärung für den Anstieg der Strompreise
Kurzfristig:
- Kraftwerkskapazitäten werden zum Teil bereits über Langfristverträge verkauft. Diese Menge entfällt im Fall einer vorzeitigen Abschaltung unerwartet. EVUs benötigen dann andere, alternative Bezugsquellen, die zusätzliche Kosten verursachen.
- Die Angst der Teilnehmer - auch hinsichtlich einer möglichen Angebotsverknappung - treibt den Preis nach oben.
Langfristig:
Aufgrund der geschilderten Kosten steigen die Stromentstehungskosten für das Grenzkraftwerk. Zur Bestimmung des Marktpreises dient das sogenannte Grenzkraftwerk. Der Angebotspreis des letzten Kraftwerks, das zur Deckung der Stromnachfrage erforderlich ist, entscheidet schließlich über den Marktpreis für die Strommengen aus allen anderen Kraftwerken. Entfallen die aus Kernenergie kostengünstig erzeugten Strommengen, steigt der Angebotspreis früher an, denn: Dann werden die teureren Steinkohle- und Gaskraftwerke zur Deckung der Nachfrage eingesetzt. Die Grundversorgung ist allerdings auch bei Abschaltung der sieben AKWs nicht gefährdet.
Prognose:
Die Situation kann kurzfristig den Preis rasant ansteigen lassen. Aktuell werden Preiserhöhungen von 10% im Privatkundenbereich und bis zu 20% im Gewerbekundenbereich erwartet.
Bei den Verbrauchern findet bereits ein Umdenken statt
In der Konsequenz der Ereignisse ist im Privatkundenbereich mit einem Ansturm auf die Ökostromanbieter zu rechnen. Frau Wendorff von unserem Partner Check 24 berichtet von einem sprunghaften Anstieg der Abschlüsse bei Ökostromanbietern seit Beginn der Katastrophe in Japan.
Grundsätzlich empfiehlt sich alle nicht zum Betrieb erforderlichen, strombetriebenen Gerätschaften konsequent auszuschalten. Allein dadurch ließe sich in privaten Haushalten der Stromverbrauch soweit reduzieren, dass die Leistung von mindestens einem AKW eingespart werden könnte.
Auch Ihr Unternehmen kann auf ein zertifiziertes und umweltfreundliches Ökostromangebot umgestellt werden. Sprechen Sie uns hierzu einfach an.
Ihr Oliver Bieker
P.S. Auch möchten wir auf unsere aktuellen ökologischen energynatur Projekte unter dem Moto „Energie in Harmonie mit der Natur“ hinweisen. Denn Umweltschutz lebt vom Mitmachen!
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