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Newsletter 10/2010
Am 15. Oktober wurde die neue EEG-Umlage für das Jahr 2011 von den Übertragungsnetzbetreibern bekanntgeben. Das ist der Grund für unseren Sondernewsletter. Wir möchten Sie kurz über die Auswirkungen auf Ihren Strompreis informieren. Sollten Sie dazu Fragen haben stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.
Ihr Oliver Bieker
Inhaltsverzeichnis:
- Die Umlage des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) steigt in 2011 von 2,047 ct/kWh auf 3,530 ct/kWh.
- Was sind die Gründe?
- Wird der Strompreis effektiv steigen?
Die Umlage des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) steigt in 2011 von 2,047 ct/kWh auf 3,530 ct/kWh.
Die vier Übertragungsnetzbetreiber RWE, Vattenfall, E.ON und EnBW haben letzten Freitag, am 15. Oktober die erwartete Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen für das Jahr 2011 veröffentlicht. Auf dieser Basis ergibt sich in enger Abstimmung mit der Bundesnetzagentur und durch klare Vorgaben des Gesetzgebers die Ermittlung der EEG-Umlage. D.h. die gesamten Kosten die zur Förderung regenerativer Energien entstehen werden auf alle Stromkunden in Deutschland umgelegt. Die Endverbraucher werden in 2011 hierdurch mit 3,530 ct/kWh zur Förderung des Ausbaus erneuerbarer Energien belastet. Für ein mittelständisches Unternehmen mit durchschnittlich 200.000 kWh Jahresstromverbrauch bedeutet dies Mehrkosten in Höhe von knapp 3.000 € im Jahr.
Was sind die Gründe?
Wie bereits im letzten Newsletter erläutert ist der starke Zuwachs an Solaranlagen ein Grund für den deutlichen Anstieg der EEG-Umlage. Bereits jetzt wird für das kommende Jahr eine weiter steigende Einspeisung aus regenerativen Anlagen angenommen. Grund hierfür ist der weitere Ausbau von zusätzlichen Stromerzeugungsanlagen (Photovoltaik) und damit verbunden Einspeisevergütung in Höhe von 30,06 ct/kWh.
Ein weiterer Grund ist der Unterschied zwischen dem erzielten Strompreis an der EEX und der Vergütung an die EEG-Erzeuger. Die seit letztem Jahr zu beobachtenden sinkenden Strompreise lassen diese Differenz steigen.
Der letzte Grund ist die für das Jahr 2010 zu niedrig angesetzte EEG-Umlage. Der negative Saldo für die Übertragungsnetzbetreiber in 2010 muss zusätzlich durch die Umlage in 2011 ausgeglichen werden.
Wird der Strompreis effektiv steigen?
Der Strompreis hängt von mehreren Faktoren ab, neben den reinen Beschaffungskosten wirken sich auch die Entwicklungen der Netznutzungsentgelte und der staatlichen Abgaben auf den Strompreis aus. Der verhandelbare Anteil am Strompreis, die Beschaffungskosten, fallen im Moment sehr günstig aus. Insofern empfehlen wir Ihnen das aktuelle Marktniveau zu nutzen und möglichst langfristige Lieferverträge abzuschließen.
Dieser Newsletter ist lediglich als Information gedacht. Er ist keine Anlageempfehlung und ist ebenso weder ein Angebot für einen konkreten Vertrag, noch ein Angebot für den Kauf oder Verkauf oder Werbung für den Kauf oder Verkauf von Verträgen oder auch Produkten. Die gewissenhafte Recherche der Inhalte sichern wir zu, trotzdem kann für deren Inhalt keine Gewähr übernommen werden.










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