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Glossar

A

Abnahmestelle
Die Abnahmestelle ist der Punkt, an dem das Netz des lokalen Netzbetreibers endet und die Energie an den Stromkunden übergeben wird. Die Stromabnahme ist, je nach technischer Voraussetzung des Kunden, auf verschiedenen Spannungsebenen möglich.
Ampere
Maßeinheit für die elektrische Stromstärke (Einheitszeichen A).
Amperestunde
Die physikalische Einheit der Elektrizitätsmenge bzw. der elektrischen Ladung, die aus Stromstärke und Zeit berechnet wird.
Annex B Länder
Der Annex B des Kyoto-Protokolls von 1997 listet alle Länder auf, die im Rahmen des Kyoto-Protokolls konkrete Emissionsreduktionsverpflichtungen in der ersten Verpflichtungsperiode (2008-2012) übernommen haben. Auf der Liste stehen alle Annex I Länder plus Kroatien, Slowenien, Monaco und Liechtenstein, jedoch ohne Weißrussland und Türkei. Der Begriff "Annex B Länder" wird daher ebenfalls oft synonym mit "Industrieländer" benutzt.
Annex I Länder
Der Annex I der Klimarahmenkonvention von 1992 listet alle Länder auf, die im Rahmen der Klimarahmenkonvention die Selbstverpflichtung zur Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 übernommen haben. Auf der Liste stehen alle OECD-Länder (außer Korea und Mexiko) sowie alle osteuropäischen Länder (außer Jugoslawien und Albanien). Der Begriff "Annex I Länder" wird daher oft synonym mit "Industrieländer" benutzt.
Anreizregulierung
Die Anreizregulierung (Price-Cap Regulierung) ist ein behördliches Regulierungsinstrument mit dem Märkte mit einem unausgewogenen Wettbewerb zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung bewegt werden. In Deutschland ist die Bundesnetzagentur, in Österreich die E-Control für die Anreizregulierung der Gas- und Stromnetze zuständig. Das Besondere in der Anreizregulierung liegt in seinem Unterschied zur einfachen Kostenregulierung, denn die Obergrenzen der Entgelte für die Netzbetreiber orientieren sich neben den einfachen Betriebskosten auch an der Qualität und Stabilität der Netze, wodurch Netzinvestitionen stimmuliert werden sollen.
Anschlussleistung
Anschlussleistung ist die Summe der Nennleistungen aller beim Kunden vorhandenen elektrischen Verbrauchseinrichtungen.
Aquiferspeicher
Aquiferspeicher sind im Erdreich erschlossene Hohlräume, die der Speicherung von Erdgas oder Wasser dienen. Das in solchen Hohlräumen gespeicherte Wasser kann unter anderem für die Langzeitspeicherung von Niedertemperaturwärme verwendet werden. Ein solcher Speicher wird zur Gebäudekühlung des Reichstags im Sommer bereits verwendet.
Arbeit
Eingespeiste oder entnommene elektrische Energie.
Arbeitsgas
Der Begriff Arbeitsgas beschreibt einen Teil des Gases in Untergrundgasspeichern, der sich in Kissengas und Arbeitsgas unterteilt. Das Arbeitsgas bezeichnet das Gasvolumen, das jederzeit eingelagert oder entnommen werden kann. Der Arbeitsgasanteil in einem Untergrundspeicher variiert hierbei zwischen 1/2 und 2/3 des Gesamtvolumens.
Arbeitspreis
Der Arbeitspreis ist der Preis für den verbrauchten Strom in Cent pro Kilowattstunde. Unterschieden wird zwischen Hoch- oder Normaltarif und dem deutlich günstigeren Niedrigtarif.
Atomenergie
Als Atomenergie bezeichnet man üblicherweise die Energie, die bei einer kontrollierten Kettenreaktion von Kernspaltungen frei wird und zur Stromerzeugung in einem Atomkraftwerk verwendet wird.
Atomkraftwerk
Bei einem Atom- oder Kernkraftwerk handelt es sich um ein Wärmekraftwerk zur Stromerzeugung. Die notwendige Wärme wird durch Kernspaltung in einem Reaktor erzeugt. Die Nutzung von Atomkraftwerken ist stark umstritten, denn durch ihren Betrieb fällt radioaktiver Müll an, dessen Endlagerung nicht geklärt ist. Befürworter von Atomkraftwerken verteidigen diese als sichere und weitgehend klimaneutrale Technologie.
AVBEltV
Die Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden (AVBEltV) regelt die allgemeinen Bedingungen, zu denen Elektrizitätsversorgungsunternehmen verpflichtet sind, jeden an ihr Versorgungsnetz anzuschließen und mit Niederspannung zu allgemeinen Tarifpreisen zu versorgen.

B

Barrel
Das Barrel (engl. für Fass) ist eine Volumeneinheit welche in Brauereien, Winzereien und in der Rohölförderung verwendet wird. Abgekürzt wird das Barrel bl. oder bbl. (blue barrel, wegen der Fassfarbe) und unterscheidet sich in seiner Normung je nach Anwendungsbereich. Ein Barrel in der Ölindustrie entspricht hierbei 42 Gallonen (U.S.) bzw. 158,99 Litern. Ein genormtes Ölfass enthält also 0,136 Tonnen Rohöl, was in Energiemengen wiederum 5,7 GJ sind.
BDEW
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) ist ein Verband mit Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Strom, Fernwärme, Gas, Wasser und Abwasser, der deren Interessen wahrt und sie politisch sowohl national als auch international vertritt. Der Verband entstand im Jahre 2007 aus dem Zusammenschluss der Verbände BGW, VDEW, VRE und VDN. Der BDEW repräsentiert rund 1.800 Unternehmen mit etwa 280.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 140 Mrd. Euro.
Benutzungsdauer
Die Benutzungsdauer gibt an, wie viele Stunden ein Endkunde das elektrische Netz tatsächlich belastet hat. Errechnet wird die Benutzungsdauer aus dem Quotienten der Gesamtarbeit über 12 Monate und der höchsten Last in diesem Zeitraum. Die maximale Benutzungsdauer über die 12 Monate eines Abrechnungszeitraumes beträgt 8.760 h. Bei dieser hohen Nutzungsdauer wird zu jedem Zeitpunkt der 12 Monate die gleiche elektrische Leistung aus dem Netz entnommen. In der Regel liegt die tatsächliche Benutzungsdauer von Endverbrauchern zwischen 1.500 und 4.500 h. Formel zur Errechnung der Benutzungsdauer: H = Arbeit (kWh) / Pmax (kW)
Beschleunigungsrichtlinien
Seit dem 1. Juli 2004 sind die EU-Beschleunigungsrichtlinien für Strom und Gas in Kraft getreten. Ziel der EU-Richtlinien ist ein diskriminierungsfreier Zugang aller Marktteilnehmer zu den bestehenden Strom- und Gasnetzen sowie zu den Speichern. Dadurch können alle Unternehmen ihre Energielieferanten frei wählen (seit 1. Juli 2007 auch alle Haushaltskunden). Ebenfalls seit dem 1. Juli 2004 muss in jedem Land eine Regulierungsbehörde (BNetzA) eingesetzt sein. Ein weiteres Ziel ist die rechtliche Entflechtung von vormals integrierten Transport- und Verteilunternehmen, das sog. Unbundling.
BHKW
Ein Blockheizkraftwerk ist eine Kraftwerksanlage für Anwendungszwecke in Häusern, Gebäuden oder Wohngebieten. BHKW's haben eine Leistung zwischen 5kW und 5MW und erzeugen sowohl Strom als auch zu Heizzwecken nutzbare Wärme. Kleinere Anlagen mit einer Leistung unter 15kW werden auch als Mikro-KWK bezeichnet. Die meisten BHKW's werden mit Erdgas betrieben, wobei auch Varianten mit Heizöl, Biodiesel und Biogas gebräuchlich sind. Sie zeichnen sich durch einen sehr hohen Wirkungsgrad von bis zu 90% aus.
Biogas
Feuchte pflanzliche und tierische Rückstände können dazu genutzt werden, Biogas zu erzeugen. Diese Abfälle werden nach einer Zerkleinerung in einen Faulbehälter eingebracht. Dort bildet sich unter Luftabschluss ein Gasgemisch, das im Allgemeinen zwischen 50 und 65 Prozent Methan enthält. Dieses kann dann zum Beispiel in Verbrennungsmotoren von Blockheizkraftwerken genutzt werden. Aus Biomasse kann über verschiedene Umwandlungsprozesse auch Wasserstoff erzeugt werden, der dann für den Betrieb einer Brennstoffzelle verwendet werden kann.
Blindleistung
Die Blindleistung ergibt sich aus der Differenz zwischen Scheinleistung (Gesamtleistung) und der Wirkleistung. Die Wirkenergie ist die vom Verbraucher genutzte Energie während die Blindenergie lediglich die nicht genutzte Energie darstellt, die zum Aufbau von Magnetfeldern in den Endgeräten benötigt wird und keine Arbeit verrichtet.
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Blockheizkraftwerke (BHKW) dienen der Erzeugung von Elektrizität und Wärme, welche normalerweise zur Versorgung zumeist nahegelegener Wohnungen und Betriebe verwendet werden. Bei dieser Energiegewinnung werden ölgetriebene Verbrennungsmotoren oder Gasturbinen eingesetzt.
BNE
Der Bundesverband Neuer Energieanbieter (BNE) besteht seit 2002 und vertritt die Interessen der Energieversorger im Strom- und Gasmarkt, die für die Versorgung ihrer Kunden auf die Netze Dritter angewiesen sind. Die erklärten Ziele des Verbandes sind unter anderem die Durchsetzung des Unbundling um die Neutralität der Netzbetreiber zu gewährleisten und für eine angemessene Transparenz bei den natürlichen Netzmonopolen zu sorgen.
BNetzA
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) ist eine Bundesbehörde, dessen zentrale Aufgaben es sind, die Einhaltung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), Postgesetzes (PostG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) zu überwachen. Die Regulierungsbehörde, BNetzA, soll damit die Liberalisierung und Deregulierung der Märkte durch einen diskriminierungsfreien Netzzugang und effiziente Netznutzungsentgelte gewährleisten. Durch die BNetzA soll also eine preisgünstige, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas gesichert werden.
Bonus-Malus-Komponente
Die Bonus/Malus-Komponente ist eine Variable, die die Erlöse von Stromnetzbetreibern beeinflusst, wenn diese keine bestimmte Versorgungsqualität bieten können. Diese Komponente - auch Q-Element genannt - stellt also die Versorgungsqualität dar, die sich an Versorgungsengpässen bzw. -Unterbrechungen orientiert. Wird die Stromversorgung aufgrund eines technischen Problems, durch Mangelnde Wartung oder veraltete Technik unterbrochen, so vermindert sich die Versorgungsqualität je nach Anzahl und Dauer der Unterbrechung und die Netzentgelte des Betreibers werden gekürzt. Desto sicherer die Versorgung mit Strom also abläuft, desto höher werden die Netzentgelte angesetzt. Dieses System soll zu einer effektiveren und leistungsmaximierten Investitionsstrategie der Netzbetreiber führen und ist Teil der Anreizregulierung in den Übertragungsnetzen.
Braunkohleschutzklausel
Aufgrund staatlicher Subventionierungen von ostdeutscher Braunkohle müssen per Gesetz in den neuen Bundesländern 70% des Stroms aus Braunkohle gewonnen werden. Deshalb haben die Netzbetreiber aus den neuen Bundesländern bis Ende 2003 die Möglichkeit, den Netzzugang für Elektrizität aus den alten Bundesländern zu verweigern, um eine Nutzung der heimischen (und subventionierten) Braunkohle zu gewährleisten.
Brennwert
Als Brennwert bezeichnet man die gesamte Wärmemenge eines Brennstoffes, die bei seiner Verbrennung freigesetzt wird. Hierbei eingeschlossen ist auch die bei der Verbrennung im Wasserdampf gebundene Abwärme (Kondensationswärme), die nicht energetisch genutzt werden kann. Angegeben wird der Brennwert je nach Brennstoff in Kilojoule pro Kilogramm [kJ/kg] bzw. Kilojoule pro Kubikmeter [kJ/m³].
Brennwertkessel
Der Brennwertkessel ist eine besondere Heizkesselart in dem Erdgas bzw. Erdöl verbrannt wird. Er kann sowohl zu Heizzwecken als auch zur Brauchwassererwärmung genutzt werden. Der wesentliche Unterschied zu konventionellen Kesseln besteht darin, dass Brennwertkessel auch die Kondensationswärme des Wasserdampfes im Abgas nutzen, wodurch sie deutlich weniger Energie verbrauchen und erheblich weniger Schadstoffe an die Umwelt abgeben. Brennwertkessel haben im Verhältnis zu konventionellen Heizkesseln einen um 10-20% besseren Wirkungsgrad.
Bundesnetzagentur
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) mit Sitz in Bonn hat 2005 ihre Arbeit aufgenommen und ist aus der Regulierungsbehörder für Post und Telekommunikation hervorgegangen. Die BNetzA gewährleistet und überwacht den Wettbewerb in Netzmärkten. Im Energiebereich ist sie unter anderem dafür zuständig, die Netznutzungsentgelte zu genehmigen.

C

CHP
Mit Combined Heat and Power (CHP) bezeichnet man im Englischen die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), also den Prozess bei dem in Kraftwerken, die mit fossilen oder regenerativen Brennstoffen betrieben werden, Wärme- und Stromerzeugung kombiniert werden. Dieser Prozess führt zu einer deutlichen Reduzierung ungenutzter Abwärme und steigert somit die Wirkungsgrade solcher Anlagen erheblich. Einziger Nachteil der KWK liegt im Verzicht auf einen Anteil der elektrisch gewinnbaren Energie, der sich durch die Auskopplung der Wärmeenergie nicht vermeiden lässt.
CNG
Das komprimierte Erdgas (CNG, compressed natural gas) stellt eine der Möglichkeiten dar, Erdgas unabhängig von Pipelines zu transportieren. Bei dieser Methode wird natürliches Erdgas bei einem Druck von 205-245 bar um den Faktor 300 verkleinert und kann so effizient und unabhängig vom Gasnetz transportiert werden. Im Gegensatz zum LNG (liquefied natural gas), welches das Erdgas um das 600fache verkleinert, liegen die Vorteile beim CNG in den geringeren Kosten, der technisch einfachen Umsetzung und dem niedrigen Energieaufwand während des Transportes.
CO 2
Chemische Formel für Kohlenstoffdioxid.
Farb- und geruchloses Gas, das neben Wasser als Endprodukt aller Verbrennungsvorgänge entsteht und derzeit als Klimaschädling mächtig in der Diskussion ist. Kohlendioxid ist auch ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Der natürliche Kohlenstoffkreislauf wird durch die Nutzung fossiler Energieträger (Kohle, Öl und Erdgas) gestört. Denn Pflanzen nehmen beim Wachstum CO2 aus der Luft auf. Bei der Verbrennung von Biokraftstoffen gelangt also kein zusätzliches, aus fossilen Erdölquellen stammendes CO2 in die Atmosphäre.
Contracting
Als Contracting bezeichnet man die Übertragung von Aufgaben eines Gebäude- oder Anlagenbesitzers auf einen externen Dienstleister. Solche Aufgaben beziehen sich meist auf Dienstleistungen wie der Versorgung mit Betriebsstoffen (Wärme, Kälte, Dampf, Strom oder Druckluft). Unterschieden wird das Contracting in der Regel in Liefer-, Anlagen-, Wärme- und Energiecontracting. Im Energiebereich sind vor allem von großer Bedeutung das Einsparcontracting (Performancecontracting), bei dem der Dienstleiter Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung einführt, und das Anlagencontracting, bei dem der Dienstleister bestimmte Anlagen in einem Gebäude errichtet. Der Vorteil des Contracting liegt in der Entlastung des Eigentümers, der keine direkten Investitionen tätigen muss, sondern dem Contractor (Energiedienstleister) diese Ausgaben überlässt und ihn anschließend an den resultierenden Einsparungen beteiligt.

D

Dauerleistung
Die Dauerleistung einer Erzeugungs-, Übertragungs- und Verbrauchsanlage ist die Leistung, die bei einem bestimmungsgemäßen Betrieb ohne zeitliche Einschränkung erbracht wird und ihre Lebensdauer und Sicherheit nicht beeinträchtigt.
DC
Englische Abkürzung für Gleichstrom (direct current).
Die 8KU
Die 8KU sind eine Kooperation von acht großen kommunalen Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Sie bestehen aus Enercity, HSE, Mainova, MVV Energie, N-ERGIE, RheinEnergie, Stadtwerke Leipzig und Stadtwerke München. Fokus der 8KU ist es wettbewerbsfähige Energie für die wirtschaftsstarken Ballungsräume zu liefern. 8KU repräsentieren gemeinsam mit einem Umsatz von 16 Milliarden Euro und 28.000 Mitarbeitern einen bedeutenden Teil der deutschen Energiewirtschaft. Die Kraftwerkskapazitäten der 8KU belaufen sich auf 5,2 Gigawatt (5% der deutschen Stromproduktion).
Doppeltarifzähler
Ein Zähler, der sowohl Hoch- als auch Niedertarif aufzeichnet.
Downstream
Als Downstream werden in der Mineralöl- und Erdgasindustrie die Stationen bezeichnet, die das Öl bzw. Erdgas nach ihrer Förderung durchlaufen. In den Downstream-Bereich fallen: Transport, Verarbeitung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung. Als Upstream bezeichnet man hingegen alles was in den Bereich der Gewinnung bzw. Förderung der Rohstoffe fällt.
Durchleitung
Um den Strom bis zum Kunden durchzuleiten, muss der Stromversorger, mit dem der Kunde einen Stromliefervertrag hat, Netze nutzen, die einem anderen Versorger gehören. Für diese Durchleitung von Strom verlangt der Netzbetreiber eine bestimmte Durchleitungsgebühr.
Durchleitungsgebühr
Die Durchleitungsgebühr beinhaltet die Kosten für Netzaufbau und Erhaltung, Pflege und Reparatur, Erneuerung sowie Umspannungen zwischen den verschiedenen Spannungsebenen, den System- dienstleistungen für Frequenz und Spannungshaltung sowie der anteiligen Übertragungsverluste.
Durchleitungskosten
Dies sind Beträge, die für die Nutzung des Stromnetzes von Stromversorgern an die örtlichen Energieunternehmen (Netzbetreiber) gezahlt werden.

E

EEG
Im Jahr 2000 wurde das Stromeinspeisungsgesetz durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ersetzt. Mit dem EEG wird die vorrangige Abnahme, Übertragung und Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien geregelt.
EEX
Die European Energy Exchange (EEX) ist die elektronische Börse für den Stromhandel in Deutschland mit Sitz in Leipzig. An der EEX werden neben Strom auch CO2-Emissionsberechtigungen sowie Erdgas und Steinkohle gehandelt. Die europäische Energiebörse existiert seit 2002 und ist aus einer Fusion der LPX Leipzig Power Exchange und der Frankfurter European Energy Exchange entstanden. Im Jahre 2007 wurden an der EEX rund 1200 TWh Strom gehandelt, was etwa der doppelte Menge des im selben Jahr in Deutschland erzeugten Stroms entspricht.
EFET Deutschland
Die EFET Deutschland ist der Verband Deutscher Gas- und Stromhändler e.V., der eng mit der European Federation of Energy Traders (EFET) zusammenarbeit. Gegründet wurde der Verband mit Sitz in Berlin im September 2001 mit dem Ziel die Entwicklung eines paneuropäischen Binnenmarkts für Energie zu fördern und für einen transparenten und diskriminierungsfreien Energiehandel zu sorgen.
Eigenerzeugung
Unter Eigenerzeugung versteht man die Erzeugung von elektrischer Energie in eigenen Anlagen. Hierunter fallen allerdings nicht die Notstromaggregate oder die Erzeugung von elektrischer Energie in Schiffen oder Flugzeugen. Der Strom kann mittels BHKW, Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Die Energie dient meist dem eigenen Bedarf. Über den Lieferanten wird lediglich eine Teilmenge des gesamten Energiebedarfes gedeckt. Wird die Energie an Dritte geliefert, so gilt der Erzeuger auch als Versorger.
Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung ist ein festgelegter Betrag, der von den Versorgern an Stromerzeuger gezahlt werden muss. Bedingung dafür ist, dass die Stromerzeuger ihre Energie mit Wasserkraft, Windkraft oder Solarenergie erzeugen. Diese Beträge sind entsprechend der Energiequelle unterschiedlich groß und dienen der Förderung von regenerativ erzeugtem Strom.
Eintarifzähler
Eintarifzähler ermitteln den Verbrauch von Strom ohne Berücksichtigung eines Schwachlasttarifes, der nur bei Einsatz eines Zweitarifzählers erfasst wird. Die Verbrauchsmessung läuft über 24 Stunden. Der Kunde zahlt, egal zu welcher Tageszeit, immer den gleichen Kilowattstundenpreis (Arbeitspreis). Der Eintarifzähler hat die Kennzeichnung HT.
Emission
Schadstoffe, die an die Umwelt abgegeben werden, zum Beispiel Luftschadstoffe, Radioaktivität, Staub und Lärm.
Emissionshandel
(auch Emissions Trading (ET)) Im Kyoto-Protokoll haben sich die beteiligten Industriestaaten 1997 verpflichtet, den Ausstoß klimaschädlicher Gase - wie zum Beispiel CO2 - bis zum Zeitraum 2008-2012 um fünf Prozent gegenüber 1990 zu senken. Durch den Handel mit Treibhausgas-Emissionen sollen Ziele im Bereich des Umweltschutzes verwirklicht werden. Der Handel mit entsprechenden Zertifikaten ermöglicht es, Treibhausgasemissionen stärker als vorgeschrieben zu senken und die erzielte Differenz an andere Parteien zu verkaufen. Unternehmen, die ihre Werte nicht erfüllen, müssen dies durch den Zukauf von Zertifikaten ausgleichen. Der Handel kann auf nationaler oder internationaler Ebene stattfinden. Das Kyoto-Protokoll sieht außerdem vor, dass die sogenannten Annex B Länder mit den nicht genutzten Emissionen handeln können. Die Europäische Union hat zugesagt, ihre Emissionen während der Jahre 2008 bis 2012 um acht Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu verringern. Deutschland hat zugesagt, die Treibhausgasemissionen im gleichen Zeitraum um 21 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Das Emissionshandelssystem schafft eine wirtschaftliche Basis, den Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 dort zu reduzieren, wo es am kostengünstigsten ist. Dies bedeutet, dass ökologisch wirksames Handeln ökonomisch umgesetzt wird.
Energieausweis
Der Energieausweis ist ein von einem Gebäudeeigentümer vorzulegender Nachweis, der Auskunft über den Energiebedarf eines Wohnungsgebäudes gibt. Ein solcher Energieausweis ist jedoch nur notwendig, wenn ein Gebäude baulich verändert wird oder der Besitzer sein Gebäude verkaufen oder vermieten möchte. Der Ausweis selbst kann von Architekten, Ingenieuren und bestimmten Technikern ausgestellt werden, wobei diese Regelungen in den einzelnen Bundesländern variieren.
Energiemix
Als Energiemix wird allgemein die Mischung von Energie, die aus verschiedenen Quellen erzeugt wird, bezeichnet. Somit wird in Deutschland z.B. elektrische Energie zum größten Teil aus Kohle, Uran, Gas und auch Wasserkraft erzeugt. Dieser Energiemix sorgt für eine weites gehende Unabhängigkeit von bestimmten Energiequellen bzw. Rohstoffen und sorgt für einen ausgeglichenen Energiemarkt. Vor allem bei der Frage des Atomausstiegs spielt die Option einen möglichst großen Energiemix zu erhalten eine wichtige Rolle.
Energiesteuergesetz
Das Energiesteuergesetz trat am 01. August 2006 in Kraft. Mit diesem Gesetz ist die Bundesregierung ihrer Verpflichtung nachgekommen, die europäische Energiesteuerrichtlinie sowie ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs in nationales Recht umzusetzen. Das Energiesteuergesetz regelt die Besteuerung von Mineralölen und Erdgas als Heiz- oder Kraftstoff. Daneben wurden die weiteren fossilen Energieträger Steinkohle und Braunkohle sowie Koks aufgenommen. Die Energiesteuer ist als Verbrauchsteuer eine indirekte Steuer. Das bisherige Mineralölsteuergesetz wurde komplett neu gestaltet und in „Energiesteuergesetz“ umbenannt. Neben dem Energiesteuergesetz gibt es weiterhin das Stromsteuergesetz, mit dem die 1999 eingeführte Strombesteuerung geregelt wird. Die Reform der Energiesteuer soll einen Beitrag dazu leisten, den Kraftwerkspark in Deutschland zu erneuern und dabei das Klima zu schonen.
Engpassleistung
Als Engpassleistung bezeichnet man in der Elektrizitätswirtschaft die maximale Leistung, die unter Normalbedingungen von einem Kraftwerk dauerhaft abgegeben werden kann. Die Engpassleistung orientiert sich hierbei an dem schwächsten Anlagenteil.
ENS
"energy not supplied" (ENS) bzw. nicht gelieferte Energie ist eine von mehreren Kennzahlen, die zur Bewertung der Zuverlässigkeit von Stromnetzen herangezogen wird. Verwendet und erstellt wird diese Kennzahl von der Regulierungsbehörde der deutschen Netzbetreiber (BNetzA) , die die Unterbrechungen von Stromlieferungen grundsätzlich in "nicht gedeckte Last" und "nicht gelieferte Energie" unterscheidet. Anhand solcher Kennzahlen, die dann mit Richtwerten verglichen werden, ist es möglich den Qualitätsstand der Netze zu ermitteln um dann den Betreibern zuverlässigerer Netze höhere Entgelte zu zugestehen.
Entry-Exit-Modell
Das Entry-Exit-Modell ist ein Verfahren zur Abwicklung überregionaler Gastransporte. Im Unterschied zum Punkt-zu-Punkt-Modell wird nicht die tatsächliche Übertragungsstrecke berücksichtigt, sondern Einspeise- und Auspeisepunkt miteinander kombiniert. Der Gasversorger zahlt also nur Gebühren an dem Punkt wo er sein Gas einspeist (Entry) und an dem Ort wo es entnommen wird (Exit). Dadurch vereinfacht sich der Energietransport und die Gasversorger können flächendeckender agieren.
EnWG
Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist das Grundgesetz der deutschen Energiewirtschaft. Es regelt seit April 1998 den diskriminierungsfreien Netzzugang und setzt die Vorgaben der europäischen Richtlinien um. Zentrale Inhalte der EnWG-Novellierung 2005 sind die Trennung des Netzbereichs von den übrigen Unternehmensbereichen, die behördliche Genehmigung der Netzentgelte sowie eine gesetzliche Regelung der Netzzugangsbedingungen im Erdgas- und Strommarkt.
Ergänzungsenergie
Als Ergänzungsenergie bezeichnet man den Teil der zugeführten Energie, der nicht durch das ursprünglich vorgesehene System erzeugt wird. Sie wird zur Aufrechterhaltung von Netzeinspeiseleistungen benötigt und ist künftig eine wichtige Option vor allem für regenerativ erzeugte Energie, die vom natürlich gegebenen Energieangebot wie Wassermenge oder Windestärke abhängig ist.
Ersatzversorgung
Ersatzversorgung ist dann gegeben, wenn ein Kunde über das Energieversorgungsnetz der Allgemeinen Versorgung in Niederspannung Energie bezieht, ohne dass dieser Bezug einer Lieferung oder einem bestimmten Liefervertrag zugeordnet werden kann. Die Energie wird in der Ersatzversorgung vom Grundversorger geliefert. Die Ersatzversorgung erfolgt entsprechend der "Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz" (Grundversorgungsverordnung-StromGVV) in der jeweils gültigen Fassung.
EUA-Futures
EUA-Futures (EU-Allowance Handelseinheiten) sind die im Rahmen des EU-Emissionshandels festgelegten Handelseinheiten, die auf den Energiehandelsbörsen erworben werden müssen. Diese Zertifikate werden von der EU-Kommission den verschiedenen EU-Staaten zugeteilt und auf Basis der selbst gesteckten Kyoto-Ziele ermittelt.
EUCABO
European Capacity Booking (EUCABO) ist eine Plattform für grenzüberschreitende day-ahead Erdgastransporte in Europa. Seit dem 18. Februar 2008 besteht die von der BEB Transport GmbH und der niederländischen Gas Transport Services B.V. (GTS) gegründete Buchungsplattform. EUCABO bietet die Möglichkeit zur Buchung von grenzüberschreitenden Transportkapazitäten an den Netzkopplungspunkten von BEB und GTS in Oude Statenzijl bei Bunde/Ostfriesland. Dieser Plattform steht für hoch- und niederkalorisches Erdgas in Deutschland und den Niederlanden zur Verfügung.
Exit-Kapazität
Die Exit-Kapazität bezeichnet bei Gastransportnetzen im Entry-Exit-Modell die zur Verfügung stehende Menge an Ausspeisekapazitäten. Will ein Unternehmen also Erdgas von einem Einspeisepunkt (Entry) zu einem bestimmten Ausspeisepunkt (Exit) durch das Netz eines Gasnetzbetreibers leiten, so muss er für die entsprechende Gasmenge Eintritts- und Austrittskapazitäten im Netz buchen. Diese Buchungsmethode soll zur Liberalisierung der Gastransportnetze beitragen und für mehr Wettbewerb bei den Betreibern sorgen.
Exit-Modell
Bei einem Exit-Modell fallen für den Energielieferanten nur am Entnahmepunkt (=Exit) Kosten an. Beispiel: Der deutsche Strommarkt basiert auf einem Exit-Modell. Die Einspeisung von Strom in das Stromnetz (=Entry) ist an jedem Punkt kostenlos. Entsprechend wird beim Stromverbrauch (=Exit) eine Durchleitungsgebühr an den jeweiligen Netzbetreiber in Form eines Netzentgeltes fällig.

F

Fernwärme
Fernwärme ist thermische Energie, die über ein Transportnetz vom Erzeuger zum Verbraucher geliefert wird. Diese Netze werden meist mit Heißwasser über größere Entfernungen (> 450 Meter) betrieben. Bei kürzeren Transportentfernungen bis 450 Meter spricht man von Nahwärme. Fernwärme stellt eine Möglichkeit dar, die Wärmeversorgung für Haushalte, Industrie und Gewerbe zentral zu organisieren und durch Kraft-Wärme-Kopplung den Wirkungsgrad von Kraftwerken zu erhöhen. Zu diesem Zweck wird erhitztes Wasser in einem kontinuierlichen Kreislauf vom Wärmeerzeuger zum Verbraucher und zurück gepumpt. Dazu werden Rohrleitungen mit sehr guter Wärmedämmung benötigt sowie Wärmetauscher, die die Wasserkreisläufe voneinander trennen. Wegen des nicht zu vermeidenden Wärmeverlusts bei Transporten über längere Strecken eignet sich Fernwärme nur in großstädtischen Ballungsgebieten zur Wärmeversorgung.
Fester Leistungspreis
Auch wenn Sie über Ihren Anschluss keinen Strom beziehen, erbringt der Stromanbieter eine Dienstleistung. Kraftwerke, Netzanlagen und Zähler stehen Ihnen jederzeit betriebsbereit zur Verfügung. Dies möchte der Anbieter vergütet wissen und verlangt deshalb bei manchen Tarifen einen festen Leistungspreis.
Forward-Markt
Der Forward-Markt ist der Markt an dem Kauf- und Verkaufsvereinbarungen für Lieferung und Bezahlung von Strom oder Gas an einem in der Zukunft liegenden Datum abgeschlossen werden, wobei alle Einzelheiten der Vereinbarung bereits bei Geschäftsabschluss ausgehandelt werden.
Frequenz
Unabhängig von den Spannungsebenen Niederspannung, Mittelspannung und Hochspannung sind die gesamten Versorgungsebenen als Wechselstrom bzw. Drehstromnetze aufgebaut.

G

GasNEV
Die Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV) ist die gesetzliche Verordnung, die festlegt, wie die Entgelte für den Zugang zu den Gasfernleitungs- und Gasverteilernetzen (Netzentgelte) bestimmt werden. Die GasNEV soll dazu beitragen der Regulierungsbehörde (BNetzA) den rechtlichen Rahmen zur Netzentgeltbestimmung zu definieren und den Gastransportmarkt zu liberalisieren - also ein Ausnutzen der Monopolmarktstellung der Gasnetzbetreiber zu verhindern.
Gasdruck
Um Gas zum Verbraucher zu transportieren, wird ein bestimmter Druck benötigt. Bei Ferngasleitungen beträgt der Druck bis zu 100 bar (1 bar entspricht ca. 1kg/cm²). Bei regionalen Transportleitungen beträgt der Druck zwischen 1 und 70 bar, bei örtlichen Versorgungsnetzen bis zu einem bar.
Gasometer
Als Gasometer bezeichnet man Gasbehälter, die zur Speicherung von Erdgas verwendet werden, um bei Abnahmespitzen die Gasversorgung gewährleisten zu können.
Gegeneinander-Regeln
Werden zeitgleich in verschiedenen Regelzonen positive und negative Regelenergie zum Ausgleich von Über- bzw. Unterspeisung im Versorgungsnetz eingesetzt so spricht man vom Gegeneinander-Regeln. Durch das Gegeneinander-Regeln wird somit unnötige Ausgleichsenergie erzeugt, die nicht genutz werden kann. Laut BNetzA fallen durch das Gegeneinanderregeln jährlich Kosten in dreistelliger Millionenhöhe für die vier großen Versorgungsunternehmen (Netzbetreiber) an.
Geothermie
Geothermie (auch "Erdwärme") zählt zusammen mit Wasser-, Wind-, Solar und Bioenergie zu den fünf Säulen der erneuerbaren Energietechnologien. Die Geothermie ist unterhalb der festen Erdoberfläche als Wärmeenergie gespeichert. In Mitteleuropa nimmt die Temperatur um etwa drei Grad Celsius pro 100 Meter Tiefe zu. Nach Angaben der Geothermischen Vereinigung Deutschlands strahlt die Erde täglich rund vier Mal mehr Energie in den Weltraum ab, als die Menschheit an Energie verbraucht. Die klimaschonende Geothermie gehört weltweit zu den am meisten eingesetzten erneuerbaren Energieträgern. In dem an Geysiren reichen Island zum Beispiel sind Öl und Gas für Heizzwecke bis auf wenige Ausnahmen praktisch vom Markt verschwunden. Nach einer Untersuchung des Geoforschungszentrums Potsdam könnten in Deutschland bis zu 29 Prozent des Wärmebedarfs aus derzeit bekannten Thermalwasserressourcen gedeckt werden.
Gesetz zum Schutz der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung
Am 01. April 2002 ist das Gesetz zum Schutz der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) in Kraft getreten. Die letzte Änderung des Gesetzes wurde am 08.11.2006 verabschiedet. Das KWKG soll am 31.12.2010 außer Kraft treten. Die Netzbetreiber sind nach dem KWKG verpflichtet, Strom aus bestehenden KWK-Anlagen unter bestimmten Bedingungen aufzunehmen und zu entgelten. Der jeweilige Übertragungsnetzbetreiber zahlt dem Netzbetreiber für diesen Strom einen finanziellen Ausgleich. Die Übertragungsnetzbetreiber führen einen finanziellen Belastungsausgleich untereinander durch, der zu einer Vergleichmäßigung der Zahlungen aus dem KWKG führt. Die Netzbetreiber legen die Belastungen aus dem KWKG auf die Netznutzungsentgelte um. Bis zum Jahr 2010 soll im Vergleich zum Basisjahr 1998 durch die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung eine Minderung der jährlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland von bis zu 23 Millionen Tonnen, mindestens aber 20 Millionen Tonnen, erzielt werden.
Gigawatt
(Giga = eine Milliarde) Ein Gigawatt entspricht also 1.000 Megawatt oder einer Million Kilowatt oder einer Milliarde Watt.
GPKE
Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität (GPKE) sind Prozesse, die von der Bundesnetzagentur vereinheitlicht wurden, um den Wettbewerb zwischen den Energiedienstleistern zu gewährleisten. Diese Prozesse gelten seit August 2007 als verbindlich. Die GPKE sorgen für die Umsetzung des elektronischen Datenaustausches im Strommarkt, der als Energie-Daten-Management (EDM) bezeichnet wird und für die Regulierungsbehörde (BNetzA) ein wesentliches Kontrollinstrument darstellt.
Grenzentfernung
Bei der Übertragung von Strom müssen unterschiedliche Strecken zwischen Stromerzeuger und -abnehmer zurückgelegt werden. Analog zu dieser Entfernung werden Leitungen in Form eines Netzes gelegt, die je nach Grenzentfernung auf unterschiedliche Spannungsebenen betrieben werden müssen. Die Grenzentfernung bestimmt also wie weit beispielsweise zwei Umspannwerke voneinander entfernt sein dürfen bevor sie auf der nächsthöheren Spannungsebene miteinander verbunden werden.
Grundlast
Der Bedarf an Strom, der rund um die Uhr im Stromnetz besteht, wird als Grundlast bezeichnet. Sie ist unabhängig von allen Lastschwankungen (Mittellast und Spitzenlast), die im Verlaufe eines Tages entstehen. Gedeckt wird die Grundlast von Kraftwerken, die nahezu rund um die Uhr arbeiten. Zu diesen grundlastfähigen Kraftwerken gehören in Deutschland vor allem Kernkraftwerke, Braunkohlekraftwerke und Laufwasserkraftwerke.
Grundbetrag
Leistungs- und Verrechnungspreis ergeben zusammen den Grundbetrag. Dieser Betrag wird für den Zeitraum eines Jahrs gebildet und kann zeitanteilig in Rechnung gestellt werden.
Grundgebühr
Die Grundgebühr ist der Teil der Gesamtrechnung, der pauschal (d.h. unabhängig vom eigentlichen Verbrauch) meist monatlich oder jährlich an den Anbieter zu entrichten ist.
Grundversorgung
Die Grundversorgung ist die Energielieferung des Grundversorgers an Haushaltskunden zu Allgemeinen Bedingungen und Allgemeinen Preisen. Allgemeine Bedingungen und Allgemeine Preise für die Versorgung von Haushaltskunden in Niederspannung (Endverteilstufe Strom) sind öffentlich bekannt zu geben und im Internet zu veröffentlichen. Grundversorger ist im Sinne der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden im Energiebereich (Stromgrundversorgungsverordnung) ein Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU), das in einem Netzgebiet die Grundversorgung mit Elektrizität durchführt.

H

Heizkraftwerke
Zumeist mit Kohle, seltener mit Erdöl oder Müll betriebene Kraftwerke. Sie erzeugen Wärme und Strom.
H-Gas
Das high caloric gas (H-Gas) ist eine von zwei unterschiedlichen Erdgasqualitäten, die Aufgrund ihres Methangehalts unterschieden werden. Die Konzentration von Methan im H-Gas kann zwischen 87% und 99% betragen, während bei L-Gas (low caloric gas) der Methangehalt bei unter 87% liegt. Das in der Nordsee geförderte Erdgas besteht zu ca. 89% aus Methan und weiteren 4% aus den Alkanen: Ethan, Propan, Butan und Pentan. Bei dem aus den GUS-Staaten geförderten Erdgas beläuft sich der Methangehalt auf etwa 98% und 1% entfällt auf die weiteren Alkane.
HDR-Verfahren
Das Hot-Dry-Rock (HDR) ist ein Verfahren zur Nutzung von Erdwärme in einer Tiefe von 3.000 bis 6.000 Metern. Bei diesem Verfahren werden im Gestein vorhandene Risse durch zwei Bohrlöcher mit der Oberfläche verbunden. Mit sehr hohem Druck wird dann Wasser durch die Spalten gedrückt, die über eine sehr hohe Oberfläche verfügen und sich somit hervorragend zu einem Wärmeaustausch eignen. Durch das zweite Bohrloch wird Wasser entnommen, dass bis zu 200° C erreichen kann und somit sogar zur Stromerzeugung nutzbar ist. Ein solches Projekt wurde in Basel bereits verwirklicht, setzte sich aber nicht durch, da unkontrollierte Erdbeben ausgelöst wurden.
Heizlast
Die Heizlast ist die Leistung, die einem Raum ständig zugeführt werden muss, um eine bestimmte Temperatur konstant zu gewährleisten.
Heizwert
Der Heizwert eines Brennstoffes ist der Brennwert - also die enthaltene Wärmeenergie, die bei der Verbrennung frei wird - abzüglich der Kondensationswärme des Wasserdampfes. Der Heizwert bezeichnet also die maximal nutzbare Wärmemenge, die bei der Verbrennung eines Brennstoffes genutzt werden kann. Angegeben wird der Heizwert eines Brennstoffes in Kilojoule pro Kilogramm [KJ/kg].
Hochspannung
Elektrische Spannung über 1000 Volt (1kV).
Höchstleistung
Höchstleistung ist die größte elektrische Leistung, die während einer bestimmten Zeitspanne aufgetreten ist.
Höchstspannung
Dient zur überregionalen Energieübertragung. Die Spannungsebene ist definiert ab 150.000 Volt (150 kV).
Holzpellets
Holzpellets sind Presslinge aus zerkleinertem Holz. Die zylindrischen Holzpellets gibt es in verschiedenen Größen mit einem Durchmesser von wenigen Millimetern bis hin zu einigen Zentimetern. Sie dienen als Brennmaterial für voll automatisierbare Öfen und können damit ähnlich unkompliziert wie Erdgas und Heizöl eingesetzt werden. Die Energiedichte liegt bei etwa der Hälfte von der von Heizöl, das notwendige Speichervolumen steigt also auf das doppelte an -- dafür fallen die Sicherheitseinrichtungen etwa für die Heizöltanks weg. Wie bei allen Biomasse-Arten sind auch Holzpellets in den natürlichen Kohlenstoff-Kreislauf integriert und setzen dieses Treibhausgas in der Bilanz nicht frei.

I-K

IEA
Die Internationale Energieagentur (IEA) agiert als Energiepolitik-Berater, um eine zuverlässige und umweltfreundliche Energieerzeugung für seine 27 Mitgliederstaaten zu gewährleisten. Die IEA entstand nach der Ölkrise in den Jahren 1973-74 und übernahm hauptsächlich Funktionen um die Versorgung mit Öl zu sichern. Inzwischen verfolgt die IEA Ziele in den Bereichen der sicheren Energieversorgung, ökonomischen Energieerzeugung und dem Umweltschutz.
IPP
Independent Power Producer (IPP) sind Energieversorger, die kein eigenes Netz für die Energieverteilung besitzen. Sie sind daher auf die Übertragung des produzierten Stroms über die Netze der Netzbetreiber angewiesen.
Jahresbenutzungsdauer
(Vollbenutzungsstunden) ist der Quotient aus der Jahresenergie und der maximalen Leistung. Sie sagt aus, wie viele Stunden Elektrizität im Jahr bezogen worden wären, wenn die Maximalleistung konstant abgenommen worden wäre. Im Idealfall (bei absolut konstantem Verbrauch ohne Unterbrechung) wäre sie 365 * 24 h = 8.760 Stunden. Ein ähnliches Maß wird für den Benutzungsgrad der Kraftwerke verwendet: So hatte z. B. die Kernenergie (als typische Grundlastkraftwerke) 1997 in Deutschland eine (Aus-) Nutzungsdauer von 7.645 Stunden, während z. B. Pumpspeicher ohne natürlichen Zufluss (als typische Spitzenleistungskraftwerke) eine Nutzungsdauer von nur 780 Stunden hatten. Je höher die Jahresbenutzungsdauer, desto höher ist daher zwar der Leistungspreis für die Netznutzung, doch desto geringer ist der Arbeitspreis für die Netznutzung. Ein konstanter Verbrauch - und damit eine geringe maximale Leistung und eine hohe Jahresbenutzungsdauer - zahlt sich aus. Die Preisblätter für die Nutzung der Netzinfrastruktur sind i. d. R. nach zwei oder drei Bereichen der Jahresbenutzungsdauer klassifiziert, so z. B. "unter 2.800 h/a" und "über 2.800 h/a".
Jahreshöchstleistung (Leistungsspitze)
Höchste Leistung in den letzten 12 Monaten in kW. Sie finden diesen Wert in Ihrer Jahresrechnung. Bei Kunden mit Leistungsmessung beträgt er mindestens 30 und kann maximal vierstellig sein. Achtung: Die Jahreshöchstleistung ist NICHT identisch mit dem in kWh (Kilowattstunden) gemessenen Jahresstromverbrauch.
Joule
Joule ist eine Maßeinheit für Energie bzw. Arbeit. Ein Joule [J] entspricht einer Wattsekunde, d. h. mit der Energie eines Joules kann über eine Sekunde eine Leistung von einem Watt abgegeben werden. Das Joule wurde nach dem britischen Physiker James Prescott Joule benannt, der im 19. Jhd. lebte. Er fand 1840 das nach ihm benannte Joule'sche Gesetz, nach dem die in einem stromdurchflossenen Leiter erzeugte Wärme proportional zu dessen Widerstand und dem Quadrat der Stromstärke ist.
KAV
siehe Konzessionsabgabenverordnung
Kilowatt
(Kilo = Eintausend) Ein Kilowatt entspricht 1.000 Watt.
Kilowattstunde
Maßeinheit für Energie oder Arbeit (z.B. Strom oder Gas). Kilowattstunden geben an, welche Energiemenge in einem bestimmten Zeitraum verbraucht wurde. Sie sind das Produkt aus Leistung (kW) und Zeit (h).
Konzessionsabgaben
Konzessionsabgaben sind Entgelte, die Energie- und Wasserversorger an Gemeinden entrichten müssen. Dafür wird ihnen das Recht eingeräumt, öffentliche Verkehrswege für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen zu nutzen, die der unmittelbaren Versorgung von Endverbrauchern mit Strom, Erdgas und Wasser dienen. Die zulässigen Höchstbeträge sind in der Verordnung über Konzessionsabgaben (KAV) für Strom und Gas festgelegt.
Kraftwerksscheibe
Als Kraftwerksscheibe bezeichnet man den Kauf von Kraftwerkskapazitäten. Ein Unternehmen erwirbt dabei keinen Anteil am Kraftwerk, sondern nur an der Kapazität/Nennleistung eines bestimmten Kraftwerkes in einem langfristigen Stromabnahmevertrag. Solche Verträge sind in der Regel zeitlich begrenzt und werden abgeschlossen um die Vorteile einer Kraftwerksbeteiligung zu nutzen ohne dabei die Investitionskosten und Risiken mit dem Kraftwerksinhaber zu teilen.
KWK
Unter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versteht man die Umwandlung eines Energieträgers sowohl in elektrische als auch thermische Energie. KWK wird in modernen Kraftwerken genutzt indem man auf Kosten der Gewinn baren elektrischen Energie einen Teil der erzeugten Wärmeenergie direkt als solche für Heizungszwecke oder die chemische Industrie auskoppelt. Durch die Anwendung von KWK können heutige Kraftwerksanlagen ihren Wirkungsgrad von etwa 40% auf bis zu 85% steigern.
Kyoto-Protokoll
Im Kyoto-Protokoll haben sich die Industriestaaten verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen bis zum Zeitraum 2008 bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Die deutsche Wirtschaft hatte sich in der Folge bereit erklärt, ihre CO2- Emissionen gegenüber 1998 um 45 Millionen Tonnen zu verringern. Ziel des Emissionshandels ist es, die Klimaschutzverpflichtung umzusetzen und Kohlendioxid dort zu vermindern, wo dies am kostengünstigsten möglich ist. Hierzu dürfen bestimmte industrielle Großanlagen nur noch betrieben werden, wenn sie über Emissionszertifikate verfügen. Diese Zertifikate können frei gehandelt werden. Die erste Phase des EU-Emissionshandels (2005-2007) hat nicht den erwünschten Lenkungseffekt erzielt, da einerseits zu viele Zertifikate zugeteilt worden waren und andererseits Schlupflöcher ausgenutzt worden sind. Für die zweite Phase des Emissionshandels (2008-2012) sollen die Rahmenbedingungen neu festgelegt werden. Der Emissionszertifikate-Handel betrifft Feuerungs- und Produktionsanlagen in der Energiewirtschaft, in der Stahl-, Zement-, Glas-, Keramik-, Zellstoff- und in der Papierindustrie. Der Kreis der Anlagen deckt innerhalb der EU etwa 45 Prozent der CO2-Emissionen ab und umfasst in Deutschland 2600 Anlagen.

L

Lastprofil
Ein Lastprofil zeigt die Leistungsaufnahme eines Kunden über einen bestimmten Zeitraum. Bei gemessenen Kunden wird dieses Lastprofil auch Lastgang genannt. Mit einem dafür geeigneten Zähler wird über einen Tag der mittlere Leistungswert einer jeden Viertelstunde erfasst und gespeichert. Ein Lastgang wird immer von 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr gemessen. Der lokale Netzbetreiber liest diesen Lastgang während der Nacht des Folgetages per Datenfernübertragung aus diesem Zähler aus und stellt die gemessenen Daten dem Lieferanten zur Verfügung. Da die Messung mit Lastgangzählern einen erheblichen finanziellen Aufwand bedeutet, wird bei Kunden mit einem relativ geringen Jahresverbrauch ein synthetisches (analytisches) Lastprofil angelegt. Der Netzbetreiber ist angehalten, dieses Lastprofil für den Kleinkunden dem Lieferanten zu benennen.
Leistungsmessung
Hier wird die in Anspruch genommene Leistung in einem bestimmten Zeitraum gemessen: In der Regel 96 Stunden oder 15 Minuten. Für die Abrechnung ist der höchste Verbrauch während 96 Stunden oder 15 Minuten (angegeben in Leistungswert Lw) innerhalb eines Abrechnungsjahres maßgebend.
Leistungspreis
Mit dem Leistungspreis werden jene Kosten bezeichnet, die für die Bereitstellung des Stroms anfallen. Er beinhaltet die fixen Kosten des Energieversorgers bezüglich der Aufrechterhaltung des Elektrizitätswerkes, der Umspannwerke und des Verteilungsnetzes.
Leistungswert
Der Leistungswert ist ein Maß für in Anspruch genommene Leistung. Für die Abrechnung ist der höchste Verbrauch während 96 (1/4) Stunden innerhalb eines Abrechnungsjahres maßgebend.
Lieferspannung
Die Lieferspannung entspricht der Netzzugangsebene. Grundsätzlich wird zwischen Nieder-, Mittel-, Hoch- und Höchstspannung unterschieden.
SPANNUNGSEBENESPANNUNG
Kleinspannungunter 42 Volt
Niederspannung42 bis 1000 Volt
Mittelspannung1.000 - 50.000 Volt
Hochspannung50.000 - 200.000 Volt
Höchstspannungmehr als 200.000 Volt
Lieferung und Bezug
Lieferung ist die Einspeisung von Elektrizität in die Kundenanlage, Bezug ist die Entnahme von Elektrizität aus dem Netz des EVU, beides aufgrund eines Vertrages gegen Entgelt.

M

Megawatt
(Mega = eine Million) Ein Megawatt entspricht tausend Kilowatt oder einer Million Watt.
Mindestumsatz
Einige Anbieter verlangen von Ihren Kunden einen bestimmten Mindestumsatz, den sie auf jeden Fall bezahlen müssen, auch wenn sie vom Verbrauch her eigentlich darunter liegen.
Mittellast
Bei der Mittellast handelt es sich um den Teil der Stromlast, der nicht ständig aber regelmäßig und über einen längeren Zeitraum für einen höheren Stromverbrauch sorgt. Die Mittellast definiert den Bereich zwischen Grundlast, die immer vorhanden ist, und Spitzenlast, die nur in kurzen Zeiträumen auftaucht.
Mittelspannung
Normalerweise um die 10.000 Volt
Momentanleistung
Momentanleistung ist der Augenblickswert der elektrischen Leistung.

N

Nachtspeicherheizung
Nachtspeicherheizungen erzeugen mit verbilligtem Nachtstrom Wärme, speichern diese in zumeist keramischen Materialien und geben sie über den Tag verteilt wieder ab. Moderne Speicherheizungen erfordern eine sogenannte Tagnachladung, die zumeist in den frühen Nachmittagsstunden stattfindet.
Nachtstrom
Nachtstrom bezeichnet den während der Nachtstunden abgegebenen Strom. Er kann meist zu günstigeren Tarifen in der Nacht oder auch am Wochenende bezogen werden.
Nebenzeit
Einige Versorger bieten Tarife an, die zwischen Hauptzeit und Nebenzeit unterscheiden. Diese Tarife sind für Verbraucher gedacht, die mit Strom heizen oder aus anderen Gründen nachts und am Wochenende viel Strom verbrauchen. Diese Tarife setzen den Einbau eines Zweitarifzählers voraus, der mit weiteren Kosten verbunden ist. Als Nebenzeit gelten festgelegte Zeiträume nachts und gegebenenfalls am Wochenende. Die genaue Definition der Nebenzeit variiert zwischen den Netzbetreibern und umfasst in der Regel die Zeit werktags von 18:00, 20:00 oder 22:00 bis 6:00 sowie in manchen Fällen das Wochenende mit oder ohne Samstag.
Netz
Gesamtheit der miteinander verbundenen Anlageteile zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie.
Netz der öffentlichen Versorgung
Gesamtheit von Leitungen und Stationen zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie, die von Unternehmen der öffentlichen Elektrizitätsversorgung betrieben werden.
Netzbetreiber
Netzbetreiber besitzen eigene Verteilernetze, über die der Strom der Energieerzeuger an die Verbraucher weitergeleitet wird. Bis zur Liberalisierung des Strommarktes übernahm der Netzbetreiber gleichzeitig auch die Stromversorgung. Die meisten Verteilernetze befinden sich im Besitz der örtlichen Kommunen.
Netzeinspeisung
Energieversorgungsunternehmen mit eigenem Netz sind per Gesetz dazu verpflichtet, den in ihrem Versorgungsgebiet erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien in ihr Netz einzuspeisen und dem Erzeuger einen festgelegten Mindestpreis dafür zu zahlen.
Netznutzungsentgelte
Die Netzbetreiber stellen ihren Kunden das Netz zur Einspeisung und Entnahme von elektrischer Energie zur Verfügung. Für diese Leistung müssen die entnehmenden Kunden, also Industriebetriebe, Stadtwerke oder Regionalversorger, so genannte Netznutzungsentgelte entrichten.
Netznutzungsgebühr
Mit der Netznutzungsgebühr werden diejenigen Kosten abgedeckt, die bei der Durchleitung des Stroms anfallen. Sie muss bei einem Wechsel des Stromanbieters vom neuen Stromlieferant an den alten Stromanbieter bzw. Netzbetreiber entrichtet werden. Alle Stromnetzbetreiber in Deutschland haben ihre jeweils gültigen Netznutzungsentgelte im Internet zu veröffentlichen. Die Regularien über die Erhebung von Netznutzungsentgelten wurden ursprünglich durch Verbändevereinbarungen geregelt und die Ausführung im zugehörigen Kommentarband des Verband der Netzbetreiber beschrieben.
Nennleistung
Als Nennleistung bezeichnen Hersteller die Leistung ihrer Geräte oder Anlagen die maximal im Dauerbetrieb abgenommen bzw. abgegeben werden kann. Hier bei gibt es unterschiedliche Angaben, die verschieden betrachtet werden müssen. So beschreibt bei einem Kraftwerk die Nennleistung die maximale elektrische Energie, die ununterbrochen erzeugt werden kann. Bei einer Photovoltaikanlage hingegen bezeichnet die Nennleistung die elektrische Energie, die unter genormten Bedingungen - was Sonneneinstrahlung und Außentemperatur betrifft - abgegeben werden kann.
Nieder- bzw. Schwachlasttarif (NT)
Um eine möglichst gleichmäßige Auslastung ihrer Anlagen zu erreichen, bieten die Stromversorger normalerweise in der Schwachlastzeit einen günstigeren Tarif an. Meistens ist dieser niedrigere Strompreis montags bis freitags von 22 bis 6 Uhr, samstags von 13 bis 24 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 0 bis 6 Uhr des folgenden Tages gültig. Für die übrige Zeit wird der Hochtarif, welcher häufig auch als Normaltarif bezeichnet wird, zugrunde gelegt.
Niederspannung
Spannungsebene bis 1.000 Volt (= 1 Kilovolt). Gebräuchlich ist der Spannungsbereich zwischen 230 und 400 Volt. Für Haushalskunden beträgt die Spannung nicht mehr als 250 Volt.
NordPool
Die NordPool oder auch Nordic Power Exchange ist eine Energiehandelsbörse ähnlich der EEX (European Energy Exchange) in Leipzig, auf der Strommengen und Emissionszertifikate gehandelt werden. Gegründet wurde die NordPool ASA mit Hauptsitz in Oslo 1993 (damals Statnett Marked AS) und war damit die erste multinationale Energiebörse der Welt. Zu den Mitgliederstaaten der NordPool gehören heute Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark. Aufgrund des großen Anteils an Strom, der in diesen Ländern aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, besteht ein großer Handelsbedarf bei der Stromversorgung, was die NordPool zu einem wichtigen Handelsplatz in den nordischen Ländern macht. Im Jahr 2007 wurden an der NordPool insgesamt rund 2.400 Terawattstunden (TWh) gehandelt, während im gleichen Jahr die EEX über ein Handelsvolumen von nur 1.300 TWh verfügte.
Normal Tarif
Ein Normal Tarif ist ein Tarif ohne Leistungsmessung.
Nutzungsgrad
Der Nutzungsgrad ist ein Maß für die von einer Anlage tatsächlich erzeugte nutzbare Endenergie im Verhältnis zur im verwendeten Energieträger enthaltenen Energiemenge. Im Unterschied zum Wirkungsgrad, der stets von optimalen Bedingungen ausgeht, beschreibt der Nutzungsgrad den langfristig umsetzbaren Wirkungsgrad einer Anlage. Der Wirkungsgrad ist deshalb in der Regel höher als der Nutzungsgrad, da die Teilauslastung zu bestimmten Zeiten zu einer Minderung des Wirkungsgrads führt.

O

Öko Tarif
Bei einem Öko Tarif entstammt der Strom nur regenerativen Energiequellen.
Ökosteuer
Die umstrittene Ökosteuer wird in Deutschland seit April 1999 erhoben. Das Prinzip: Energie sollte nach dem Willen der rot-grünen Bundesregierung teurer werden, damit die Verbraucher sparsam damit umgehen und so die Umwelt schonen. Andererseits sollte mit Mitteln aus der Ökosteuer die Rentenkasse entlastet werden. Das sollte Arbeitsplätze sichern. Opposition und Wirtschaftsverbände halten dagegen: Die Steuer sei Etikettenschwindel, unsozial und bremse den Aufschwung. Bereits im ersten Jahr kassierten die Finanzämter 4,3 Milliarden Euro. Nach Einführung der fünften und letzten Stufe im Jahr 2003 waren es bereits mehr als 16 Milliarden. Betroffen waren insbesondere die Autofahrer, weil sich an den Zapfsäulen die Preise für Benzin und Diesel mehrfach verteuerten. Zuletzt erhöhte sich die Abgabe am 1. Januar 2003 um 3,07 auf nunmehr 17,78 Cent je Liter. Die Stromsteuer wurde zu Beginn des Jahres um 0,26 Prozent angehoben. Auch Heizen mit Erdgas und Nachtspeicheröfen wurde teurer. Die Regierung zieht eine positive Bilanz der ökologischen Steuerreform, der Bund der Steuerzahler und einige Forschungsinstitute sind dagegen skeptisch. Eine ökologische Umorientierung sei kaum gelungen, urteilte des Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Der Bund der Steuerzahler meinte, von einer Zunahme der Beschäftigung könne keine Rede sein.
Ökostrom
Ökostrom ist Strom, der ausschließlich aus regenerativen (erneuerbaren) Energiequellen erzeugt wird. Dazu gehören zum Beispiel Wasser, Wind, Sonne und Biomasse.

P

Phelix
Der Phelix-Baseload-Index ist der Durchschnitt aller Preise der Stundenauktionen am Spotmarkt der EEX für das Marktgebiet Deutschland/Österreich. Der Phelix-Peakload-Index berücksichtigt die Stundenpreise der Spitzenlastzeiten (8.00 Uhr bis 20.00 Uhr) von Montag bis Freitag.
Phelix Future
Der Phelix-Future ist ein finanzieller Terminkontrakt, der sich auf Spotmarktpreise für Strom, EEX-Index Phelix, zukünftiger Lieferperioden bezieht. Am EEX-Terminmarkt werden Phelix-Futures für den aktuellen Monat, die nächsten sechs Monate, sieben Quartale und sechs Jahre gehandelt. Es werden Grundlast- und Spitzenlast-Futures gehandelt. Im Durchschnitt liegt das tägliche Volumen im Phelix-Future an der EEX bei rd. 4,4 TWh (2007).
Primärenergie
Primärenergie ist die Energie, die in der Natur vorkommt und noch keiner Umwandlung unterworfen ist. Hierzu zählen fossile Energieträger wie Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas. Auch die erneuerbaren Energien wie Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Gezeitenenergie sind Primärenergien. In Deutschland ist Mineralöl mit 39 Prozent der wichtigste Energieträger, gefolgt von Gas (21 Prozent) und Steinkohle (13 Prozent). Die erneuerbaren Energieträger decken rund zwei Prozent des Primärenergieverbrauchs ab.

Q-R

Regelenergie
Als Regelenergie bezeichnet man die Energiemenge, die aufgewendet wird um das elektrische Versorgungsnetz bei Leistungsschwankungen, die durch Stromabnehmer bzw. Stromerzeuger verursacht werden, aufrecht zu erhalten. Solche Schwankungen im Versorgungsnetz entstehen zum einen durch die sich im Tagesverlauf verändernden Abnahmemengen des Stroms und zum anderen auch durch ungleichmäßige Einspeisung elektrischer Energie. Die Regelenergie ist also dafür Verantwortlich die ununterbrochene Stromversorgung für den Endverbraucher zu gewährleisten. Der Großteil der Regelenergie wird in sogenannten Spitzenlastkraftwerken erzeugt, die zwar den Strom teuer erzeugen, aber innerhalb von wenigen Minuten die benötigte Energie zur Verfügung stellen können.
Regenerative Energie
Regenerative Energie ist solche, die erneuerbar ist, wie etwa Erdwärme, Sonne, Wasser, Wind und Biomasse.
Reserven
Reserven sind die bekannten Vorkommen eines Rohstoffes oder Energieträgers, der mit heutigen technischen Mitteln wirtschaftlich abgebaut werden kann. Ressourcen hingegen stellen alle vermuteten Vorkommen dar, ohne zu berücksichtigen, ob diese technisch Abbaubar sind bzw. ein Abbau unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten realisierbar ist. Je nach Energieträger haben die vorhandenen Reserven in der Welt unterschiedliche Reichweiten von 20-50 Jahren. Aufgrund des immer größer werdenden Primärenergiebedarfs (Preissteigerungen) und der fortschreitenden technologischen Entwicklung jedoch erhöhen sich die Reserven regelmäßig.
Ressourcen
Spricht man bezüglich der "Vorräte" an fossilen Energieträgern von Ressourcen, so meint man damit die Summe der vermuteten Vorkommen eines Energieträgers. Dabei ist unerheblich, ob diese Vorkommen wirtschaftlich und technisch jemals gewonnen werden können und ob die Existenz als bewiesen gilt. Somit unterscheiden sich die Ressourcen von den Reserven, die mit heutiger Technik wirtschaftlich abbaubar sind. Die Ressourcen sind also nur evtl. verfügbare Quellen.

S-U

Sekundärenergie
Als Sekundärenergie wird die Energieform bezeichnet, die aus der Umwandlung eines Primärenergieträgers entsteht. Da bei Umwandlungen von Energieformen grundsätzlich Verluste auftreten, stellt die Sekundärenergie immer nur einen Teil der zur Herstellung aufgewendeten Primärenergie dar. Unter den Begriff der Sekundärenergie fallen also unter anderem Koks, das aus Stein- oder Braunkohle erzeugt wird, Warmwasser, Heizöl oder Strom, der häufiger als Endenergie bezeichnet wird.
Spannung (Volt, V)
Die bei unterschiedlichen elektrischen Ladungen zwischen zwei Punkten messbare elektrische Potenzial- oder Spannungsdifferenz.
Spannungsregelung
Halten der Netzspannung innerhalb eines vorgegebenen Sollwertbereiches.
Spitzenlaststrom
Als Spitzenlaststrom wird der Strom bezeichnet, der zu Spitzenlastzeiten kurzfristig im elektrischen Versorgungsnetz benötigt wird. Zur Erzeugung von Spitzenlaststrom werden Pumpspeicherkraftwerke und Gasturbinenkraftwerke eingesetzt, da sie innerhalb weniger Sekunden bzw. Minuten den benötigten Strom erzeugen können. Der Spitzenlaststrom wird vor allem in den Morgen- und Abendstunden benötigt und in sogenannten Einzelstundenkontrakten auf der EEX gehandelt.
Spitzenleistungsaufnahme
Gibt an, wieviel Leistung man über einen Zeitraum maximal in Anspruch nimmt. Diese Angabe wird benötigt, um bei einem Leistungstarif die korrekten Leistungskosten - d.h. die Kosten für die Bereitstellung einer solch hohen Leistung - zu berechnen. Die Einheit für elektrische Leistung heißt Watt (W).
Standardlastprofile
Standardlastprofile sind festgelegte Lastganglinien, bei denen das Verbrauchsverhalten des Kunden entsprechend der Kundengruppe, der er angehört, vorab festgelegt wird. Durch diese Einteilung, die sich in den verschiedenen Kundengruppen auf den Stromverbrauch zu verschiedenen Jahreszeiten oder auch Wochentagen bezieht, kann der Energieversorger vorab Kalkulationen zu benötigten Strommengen erstellen.
Strombörse
Stromerzeuger und -händler bieten hier Wochen-, Tages- und Stundenprodukte an. Die Preise orientieren sich dabei an der momentanen Marktlage.
Stromerzeuger
Stromerzeuger sind Unternehmen, die aus Primärenergieträgern elektrische Energie erzeugen. Stromerzeuger müssen nicht unbedingt auch eigene Verteilernetze besitzen oder den Strom selbst verkaufen.
Stromgestehungskosten
Die Stromgestehungskosten sind die Kosten, die zur Erzeugung von elektrischer Energie aufgewendet werden müssen. Sie bestehen sowohl aus den internen Kosten, die sich aus der eigentlichen Stromerzeugung ergeben, als auch aus den externen Kosten, die die Ausgaben durch Umweltkatastrophen oder -belastungen decken. Externe Kosten werden in der Regel nicht von den Energieerzeugern sondern durch die Allgemeinheit gedeckt. Stromgestehungskosten fallen vor allem bei der Erzeugung von elektrischer Energie aus fossilen Brennstoffen an.
Stromkennzeichnung
Bei der Stromkennzeichnung handelt es sich um eine EU-Richtlinie nach der die Energieversorgungsunternehmen verpflichtet sind den Endverbraucher über die Herkunft bzw. die Art der Stromerzeugung zu informieren. Entsprechend dieser Richtlinie muss also der Versorger dem Endverbraucher über Werbematerial und Rechnungen offenlegen aus welchen Energiequellen sich der gelieferte Strom zusammensetzt und welche Umweltschäden dieser "Energiemix" verursacht.
StromNEV
Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) bezeichnet die Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen, die in Deutschland seit 2005 gilt. Die StromNEV legt die Grundsätze zur Bestimmung der Netzentgelte für die Bundesnetzagentur (BNetzA) fest und bestimmt welche Faktoren bei der Kostenkalkulation der Netzbetreiber berücksichtigt werden müssen.
Stromsteuer
Die Arbeitspreise enthalten die Stromsteuer entsprechend dem Stromsteuergesetz. Betriebe, die nach §9 des Stromgesetzes dazu berechtigt sind (z.B. produzierendes Gewerbe), können die Befreiung von der Pflicht zur Zahlung der Stromsteuer beantragen. Der Verbrauchspreis ermäßigt sich dementsprechend.
Tarifkunden
Stromverbraucher aus privaten Haushalten, der Landwirtschaft sowie Gewerbebetrieben.
Tarifschaltung
Umschaltung des Stromzählers zwischen HT- und NT-Zählwerk.
Trafo
Ein Transformator (kurz: Trafo) ist ein elektrotechnisches Bauteil, das aus magnetisch gekoppelten Spulen besteht, die Wechselströme transformieren. Sie dienen dazu elektrische Wechselspannungen herauf- oder herunter zu transformieren, so dass die Ausgangswechselspannung den technischen Erfordernissen der daran angeschlossenen Geräte entspricht. So durchläuft der Strom, der aus den Kraftwerken geliefert wird und ins Netz eingespeist wird mehrere Spannungsebenen, die immer durch Transformatoren miteinander verbunden sind. Erst durch den Einsatz von Transformatoren in Verbindung mit dem Wechselstrom ist die weite Verbreitung der Elektrizitätsanwendung möglich.
Unbundling
Gesetzlich vorgeschriebene Trennung zwischen Netzbetrieb und Stromerzeugung/ -verkauf. Die Netze stellen ein natürliches Monopol dar, das nicht vom Netzbetreiber ausgenutzt werden soll, um den eigenen Vertrieb gegenüber Wettbewerbern besserzustellen. Ziel sind neutrale Netze, bei denen alle Wettbewerber die gleichen Bedingungen haben.
UW - Umspannwerk
Ein Umspannwerk (UW) ist ein Teil des elektrischen Versorgungsnetzes und dient der Verbindung verschiedener Netze mit unterschiedlichen Spannungsebenen. Umspannwerke verbinden die überregionalen und regionalen Transportnetze mit den überörtlichen und örtlichen Verteilnetzen. Anlagen, die die Umspannung für die Niederspannungsnetze - also die Endverbraucher - vornehmen werden als Transformatorstationen bezeichnet. Eine weitere Form von Umspannwerken sind die sogenannten Unterwerke, die die Versorgung der elektrischen Bahnen mit Bahnstrom sicher stellen.

V-Z

Verbändevereinbarung
Vereinbarung zwischen dem Bundesverband der Deutschen Industrie, dem Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft und der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke. Die Verbändevereinbarung regelt unter anderem die Netznutzungsentgelte.
Verbrauch
Der Verbrauch ist die Menge an Strom, die monatlich oder jährlich von dem Verbraucher in Anspruch genommen wird. Sie wird in kWh, d.h. Kilowattstunden angegeben.
Verbrauchsabhängiger Leistungspreis
Preis für die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung. Bis normalerweise 10.000 kWh pro Jahr wird der verbrauchsabhängige Leistungspreis pauschal mit dem Arbeitspreis zum Verbrauchspreis zusammengefasst.
Verbrauchspreis
Der Verbrauchspreis setzt sich aus dem Arbeitspreis und dem pauschal ermittelten Anteil des verbrauchsabhängigen Leistungspreises zusammen.
Verbrauchsspitzen
Der Stromverbrauch ist nicht gleichmäßig über den Tag verteilt: Verbrauchsspitzen treten beispielsweise in Haushalten vormittags zwischen sechs und zehn sowie gegen zwölf Uhr mittags auf; besonders viel Strom wird auch abends zwischen 19 und 20 Uhr verbraucht. Also immer dann, wenn besonders viele Geräte wie Herd, Fernseher oder auch Computer in Betrieb sind und in vielen Räumen das Licht eingeschaltet ist. Ab 22 Uhr gehen die Verbrauchskurven zurück.
Verlustenergie
Bei der Verlustenergie handelt es sich um physikalisch bedingte Energieverluste im Stromnetz, die bei Transport, Umspannung und Verteilung auftreten. Verlustenergie ist also die elektrische Energiemenge, die auf dem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher verloren geht. Je niedriger also das Niveau der Verlustenergie im Netz ist, desto effizienter kann der Strom genutzt werden. Generell gilt für eine optimale Übertragung und Verteilung des Stroms: Der Weg vom Erzeuger zum Verbraucher ist kurz zu halten und häufige Umspannungen sind zu vermeiden.
Verrechnungspreis
Der Verrechnungspreis deckt die jährlichen Kosten für Zähl- und Messeinrichtungen, Erfassung der Zählerstände sowie Abrechnung und Inkasso.
VIK
Der Verband der industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) wurde 1947 gegründet und setzt sich für die Interessen der energie- und wasserverwendenden Wirtschaft sowie der Eigenstromerzeuger ein. Der VIK prüft und optimiert unter anderem für seine Mitglieder Strom-, Erdgas-, Wärme-, Öl- und Wasserlieferverträge sowie Netznutzer- und Netzanschlussverträge. Diese Aufgabe nimmt der Verband über seine Tochter, Energieberatung GmbH, war. Des Weiteren engagiert sich der VIK vor allem auf politischer Ebene für die Anliegen der deutschen Industrieunternehmen in der Energiewirtschaft.

AnsprechpartnerMichael Seile und sein Vetriebs-Team
helfen Ihnen gerne weiter

Michael Seile
Vertriebsleiter

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